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Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Magd

Magd

, f., Maid, f.

in allen germanischen Sprachen (außer im Nordgermanischen) weit verbreitet; bereits zu Ausgang des Mittelhochdeutschen kontrahierte Formen mait, meit, pl. meide, mit anderem Suffix althochdeutsch magatîn, altenglisch mægden, mǣden; Maid glossiert virgo und caelebs AhdGlWB. 393; zur Etymologie vgl. NlEtymWB. 419 und Kluge22 454

I Mädchen, weibliche Person von der Geburt bis zur Eheschließung, bisweilen mit Betonung der geschlechtlichen Unberührtheit; nur eingeschränkt rechtsfähig und daher unter väterlicher oder vormundschaftlicher Gewalt stehend und besonderen Schutz genießend; ae. auch in der weiteren Bedeutung ,Frau'
II
Frau, die sich gegen Lohn zu Arbeiten unterschiedlicher Art in Haus oder Betrieb verdingt und meist in Hausgemeinschaft mit dem Dienstherrn lebt; im Haus der weibliche Dienstbote, die Dienerin, Zofe (ab dem 17. Jh. zunehmend von Mädchen verdrängt); im landwirtschaftlichen Bereich die Dienstmagd (I) 
III Frau niedrigen Standes
IV Geliebte
  • über eine magd eines soldaten wegen verheimlichter schwangerschaft ... kriegsrecht gehalten werden mußte
    vor 1806 Wohlfeil,Heer 136
unter Ausschluss der Schreibform(en):
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