Suche nach *kanzlei im Index Wortartikel

48 Treffer

(zur Vollanzeige eines Artikels auf den jeweiligen "V"-Button klicken)

oberste Bergbehörde in Kursachsen, zugleich oberstes Berggericht
Würde eines Erzkanzlers
Geldgeschäft?
Grundbuchamt
Kanzlei des Herrschaftsamtes 
von der Hofkanzlei verschiedene besondere Kanzlei der Hofkammer 
oberste Schreibstelle, dann Gerichts- und Verwaltungsbehörde bei einem Hof (VIII 4) 
I im Reich und den habsburgischen Erbländern
  • 1 allgemein
  • 2 österreichische Hofkanzlei (seit 1620)
  • 3 insbesondere auch die geheime Hof- und Staatskanzlei 
  • 4 für einzelne habsburgische Länder(-gruppen)
II in anderen Ländern
  • 1 in Bayern
  • 2 in Mecklenburg
  • 3 in Württemberg
Kanzlei des bayerischen Hofkriegsrats (I) 
Kanzlei des Hofkriegsrats 
landesherrliche Behörde für das Forst- und Jagdwesen (in Preußen auch für den Grenzdienst?)
als unrichtige Bezeichnung
I
Verwaltungsbehörde, auch unter oder bei einer Kammer (IV oder V), urspr. Schreibstube
zur Aufrechterhaltung eines Kanzleibetriebs bei Reisen und Feldzügen eines Herzogs
Geschäftsstelle einer Kantonsbehörde (C) 
A Der in Deutschland urkundlich nicht vor der 2. Hälfte des 12. Jhs. mit dem Begriff cancellaria und erst seit dem 14. Jh. als cantz(e)lige, cancellye, can(t)zli, can(e)zley o.ä., für die ältere Zeit von der Urkundenforschung mit dem Verabredungsbegriff "Kanzlei" bezeichnete Personenkreis, dem die Erledigung der bei Gerichtsbarkeit, Rechtsetzung und Verwaltung anfallenden Schreibarbeiten oblag, bildete urspr. eine kleine, locker gefügte Gruppe schreibkundiger, meist romanischer Notare (bei den Merowingern und Langobarden) oder besonders geschulter geistlicher Schreiber (im karolingischen Reich) und verfestigte sich während des hohen und späten MA.s im Zuge eines langen Entwicklungsprozesses mehr und mehr zu einer zentralen verfassungsrechtlichen Institution mit durchgebildeter Organisation und genau umrissenem, nun nicht mehr auf die bloße Schreibarbeit, Registrierung udgl. beschränkten Geschäftsbereich (s. unten unter B). Dabei diente der aus der Hofkapelle herauswachsenden, unter der Leitung eines (seit dem 9. Jh. cancellarius genannten) Kapellans stehenden Kanzlei des deutschen Königs (Reichskanzlei) die päpstliche Kanzlei als Vorbild, während die späteren Kanzleien der deutschen (weltlichen und geistlichen) Territorialherren und Städte im wesentlichen der Reichskanzlei nachgebildet waren
    I Päpstliche Kanzlei
    II Reichs(hof)kanzlei; Reichstagskanzlei, Reichskammergerichtskanzlei
    III Kanzlei der Reichsfürsten und anderer (weltlicher und geistlicher) Territorialherren und Grundherrschaften, meist durch Weiterentwicklung der älteren einfachen Schreibstube zur obersten Landesbehörde ausgebildet im Zusammenhang mit der Entstehung der Landeshoheit und dem Ausbau der Landesherrschaft während des späten MA.s und im Zuge der Neuorganisation der territorialstaatlichen Verwaltung zu Beginn der Neuzeit
    IV städtische Kanzlei
B rechtliche Funktion der Kanzlei (unter Ausschluß der päpstlichen Kanzlei)
    I Regierungs- und Verwaltungsbehörde
    • 1 Leitung der Staatsgeschäfte allgemein
    • 2 Finanz- und Vermögensverwaltung einschließlich der Lehen
    • 3 Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung
    • 4 Aufsicht über Erziehungswesen und Religion
    • 5 Aufsicht über bestimmte Organe der Rechtspflege und Verwaltung
    II Gericht
    • 1 sachliche Zuständigkeit
      • a Schlichtung von Streitfällen im Güteverfahren
      • b Zivil- und Strafsachen in erster Instanz und Vollstreckungsmaßnahmen
      • c Ehesachen (in protestantischen Ländern)
      • d Appellations-, Berufungsinstanz
    • 2 bes. Zuständigkeit für Prozesse best. Personengruppen
      • a für Klagen gegen Kanzleiangehörige und sonstige (Landes-)Beamte
      • b für die Rechtsstreitigkeiten der Standespersonen
      • c für Strafverfahren gegen Juden
    III Notariat und Führung der öffentlichen Bücher
    IV Geschäftsstelle, Sekretariat
    • 1 beim Reichstag
    • 2 bei Regierung und Verwaltung in Reich und Territorien
    • 3 bei einer Stadt
    • 4 bei Gericht
    V Registratur, Archiv
    • 1 Registrierung sämtl. in der Kanzlei bearbeiteter Angelegenheiten (in Kopien oder Regesten
    • 2 Aufbewahrung von Originalurkunden (bes. eigener Freiheitsbriefe udgl.
    • 3 Ablage von Rechnungsunterlagen
C Kanzlei als Gebäude und Tagungsort für
    I Regierung und Verwaltung
    II Gericht
    III Konsistorium
Geschäftsstelle
I in den meisten Kreisen (III 2) zur schriftlichen Erledigung der Kreisangelegenheiten eingerichtet und dem Kreisdirektor (I) beziehungsweise dem kreisausschreibenden Fürsten unterstellt
II in einem Kreis (III 3), dem Kreisdirektor (II) unterstellt
III in Baden bei einem Kreisdirektorium (III 3) 
I Kanzlei (B IV), Geschäftsstelle, Sekretariat für militärische Angelegenheiten
II Gebäude oder Raum (Kanzlei C), in dem die Kriegskanzlei (I) untergebracht ist
I Regierungs- und Verwaltungsbehörde in einem Land (II 1) 
II Gebäude oder Raum einer Landeskanzlei (I) 
wie Lehnkammer 
Verwaltungsbehörde eines Marktes (V) 
zentrale Geschäftsstelle eines Oberamtes (I) 
Geschäftsstelle einer Regierung (III), auch für eine erzbischöfliche Kanzlei belegt (1807), insb. als Gerichtsinstanz; auch deren Amtssitz
Kanzlei eines Regiments (II), hier Regierungskanzlei von Oberösterreich sowie der sogen. Geheime Rat in Württemberg
wie Reichhofkanzlei 
Kanzlei des Reichsdirektoriums 
Geschäftsstelle des Reichhofrats (I); neben der dem Erzkanzler zugeordneten Reichskanzlei (I 1) und der Kanzlei des Reichskammergerichts die dritte Kanzlei für die Reichsangelegenheiten
I Geschäftsstelle der Verwaltung eines Reichs
  • 1 Kanzlei (A II) des (deutschen) Königs bzw. Kaisers und damit Zentrum der Amtsgeschäfte des Reichs; ab 1559 auch für die Reichshofkanzlei belegt
  • 2 im schwedischen Königreich
II Personal der Reichskanzlei (I 1) 
III Amtsgebäude der Reichskanzlei (I 1) 
Verwaltungsbehörde für Reichlehen 
Verwaltungsstelle einer Rentkammer 
wie Rentkammer?
Kanzlei eines Ritterkantons, die einem Ritterhauptmann untersteht
Kanzlei der livländischen Ritterschaft (II) 
I Registratur, Archiv in einem Schloß (VIII) 
II Regierungs- und Verwaltungsbehörde mit Sitz in einem Schloß (VIII) 
Verwaltung, Schreiberei (III) eines Schrannengerichts (II) 
wie Schrannengerichtskanzlei 
beim Senior (I) eines Adelshauses angesiedelte Kanzlei (A III) zur zentralen Verwaltung der gemeinschafltichen Haus- und Familienangelegenheiten
wie Senioratkanzlei 
I oberstes, einem Staatsregenten unmittelbar unterstehendes Regierungs- und Verwaltungsorgan; insb. die Wiener Hof- und Staatskanzlei 
II als Eigenname einer Zeitschrift zum Staatsrecht

Stadtkanzlei

, f., im Pl. mit Bezug auf mehrere Städte auch Städtekanzleien, f.
städt. Kanzlei, Stadtschreiberei (I); ua. mit den im Rahmen von städt. Gerichtsbarkeit, Rechtsetzung und Verwaltung anfallenden Schreibarbeiten, auch mit Rechtsgutachten, Beurkundungen und der Archivierung von Dokumenten betraut
Behörde eines Statthalters (II) 
Kanzlei eines 1Stifts (I); mit administrativen und gerichtlichen Aufgaben