Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Anwand

Anwand

, Anwende, Anwande
I ursprünglich das Stück des (eigenen oder anstoßenden) Ackers, auf dem der Pflug umwendet
II Acker, auf dem die Angrenzer den Pflug wenden dürfen, der daher breiter ist, wie Anwander (I) 
III Rain, der zwischen einzelnen Äckern oder an Straßen- oder Grabenrändern ungepflügt liegen bleibt, wenn das Übertreten auf fremde Grundstücke nicht gestattet ist. Wird stellenweise zur Weide oder Grasnutzung gebraucht, deshalb in Norddeutschland auch Anweide (II) 
IV gleichzeitig Feldweg
V Ackergrenze
VI Grenze überhaupt
VII Gewann(teil)
  • -- "Die Gewann ... nach der Dichte des Bestandes der Stöcke in Jöhner oder Anwandte d. h. Streifen eingeteilt"
VIII Landmaß
IX schon frühzeitig als Flurname
  • -- Einordnung der Belege zum Teil unsicher