Hinfahrt

I Wegzug
  • nach siner hinfart hinder sich gerecht zu werden umb alle verlaufen sach zu M. an dem gericht
    oJ. ZWirtFrk. 2, 2 (1851) 67
II Ableben, insbesondere bei Bekräftigung eines Versprechens
  • an sîner hinvart stunde wart des ein urkunde
    um 1220 (Hs. 15. Jh.) Ebernand V. 2317
  • verjech auf mein ait vnd auf mein hinfart
    1358 Sinnacher,Säben V 253
  • sal man jne das geben off ire frauweliche ere vnd leste hinfart
    1496 ArchFrankfG. 2, 7 (1855) 170
  • hat er bekant, auf sein leczte hinfahrt, als er dan sterben sull und müße
    15. Jh. BambEchtb. 10 Faksimile
  • gibt [man] iss ine uff den dauff, ... uff ir christlich truwe, uff ir leste hinfart und uff den eydt, den ir jeklichen ... gethan hat
    15. Jh.? ArchHessG. 12 (1870) 52
III übertragen entsprechend dem Heergewäte des Sachsenspiegel
  • um 1275 Dsp.(Eckh.) 27 § 2
  • darnach soll [die Witwe] geben den erben ein bete vnd ein bolster, ein kvssin, ein badelachen, zwai lilachen, ein tischlachen, zwai bechin, vnd zvͦ hanzweheln, daz ist ein gemeiniv hinvart ze gebenne vnd ist och reht
    um 1275 Schwsp.(L.) LR. Art. 25 b Faksimile
IV hierher? oder Zusammenhang mit einem germanischen Totengott *Henno (Siebs/ZVk.² 2, [1892] 59)?
  • hennefahrt kommt in einigen vehmgerichtsordnungen vor, und wird durch diesen ausdruck ein strafbares (mir unbekanntes) vergehen bezeichnet
    1790 RavensbergId. 296