Kram, m., f. u. n.
Kram, m., f. u. n.
zur Etymologie vgl. Kluge²² 409
I
aufschlagbare oder feste Verkaufsbude
vgl.
Bude,
Gadem (II 2),
Kammer (VII 3),
Kaufkammer,
Krambude,
Krame (I),
Krämerbude,
Krämerei (I),
Krämersgerechtigkeit (III),
Kramhaus,
Kramladen,
Laden (II)
-
umbraculum vero, quod craham nuncupatur, quatuor denarios1213? TijdschrTaalLk. 65 (1948) 126
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casa quae cram vulgariter nuncupatur1251 Mülverstedt,Reg. II 577
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ez sol auch kain kramer, der ze krame stat, kain wahs uf dehaime tische noh niender verkaufen wan in siner kram1276 AugsbStR. Art. 14 § 15 Textarchiv: AugsbStR. Art. 14
- 1288 Hoffmann,WürzbHandel 87 Anm. 23
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wer ir innunge gewinnet der cremere, der sal einen cram gewinnen oder mieten under den alden cremenum 1300 FreibergStR. 46 § 4 Textarchiv: FreibergStR. 46
- um 1300 Hugo v.Trimberg V. 22052
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was do crome czu buwin ist, di shal man buwin mit czigelin adir mit leime unde mit czigelin deckin1327 BreslUB. 115 Faksimile
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geschiede ynich doetslach op den kerkhoue, in der wedemen, in den kraem ..., dat sal wesen dubbelde bote ende broke1448 Fivelgo/Richth. 321 Faksimile
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een kram is vry by den halse toe verliesen, dat weer sake, dat daer twe kyfachtich worden in den kraem und wonden malkanderen, kregemen den hantdadigen, soe machmen hem sluten in den kraem, soe lange als de kraem wth weer1470 Westerwold/Richth. 277 Faksimile
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es sollen auch in gannzer stat alle burger vnd burgerinn in iren craͤmen vnd laͤden inwenndig failhaben vnnd auswenndig nicht1489 München/Westenrieder,Beitr. VI 130
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ain yetlicher, der cromen brucht und darnebent dhain handtwercks brucht, der sol in der cromer zunffte farenum 1500 RottweilStR. Art. 323 Faksimile
- 1543 Fruin,Dordrecht I 147 Faksimile
- 1557 MarburgRQ. 415f.
- 1563 Reyscher,Ges. XII 354 Faksimile
- 1580 Bremen/Sehling,EvKO. VII 1 S. 21 Faksimile
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kauffleute vnd die jenigen, so offene kram vnd laden halten1603/05 HambGO. I 30 Art. 6 Faksimile (Abschnittsbeginn)
- 1829 Mohl,WürtStR. I 336 Faksimile
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swer sin gaden vf tvͦt oder sine cremeum 1275 Schwsp.(L.) LR. Art. 363 a Faksimile
II
die im Kram (I) gehandelte Ware
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ok den cram, den scal neman vor sine dore setten uppe sin leet unde vinster, dese de ynninghe der cremere nicht en heft1302 LünebUB. I 140 Faksimile
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swer ... sein kram an dem halse treit, der gibt keinen zol1348 HohenloheRB. 29 Faksimile
- 1375 HambZftRolle 49 Faksimile
- 1424/26 WürzbPol. 116
- 1451 HildeshUB. VII 23 Faksimile
- 1748 NÖsterr./ÖW. VIII 60 Faksimile
III
III 1
der im Kram (I) betriebene Handel, das Handelsgeschäft
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een kram is vry by den halse toe verliesen, dat weer sake, dat daer twe kyfachtich worden in den kraem und wonden malkanderen, kregemen den hantdadigen, soe machmen hem sluten in den kraem, soe lange als de kraem wth weer1470 Westerwold/Richth. 277 Faksimile
- 1512 Stieda-Mettig 41 Faksimile
- 1771 SammlBadDurlach II 48 Faksimile
III 2
zu Kram stehen "Handel treiben"
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ez sol auch kain kramer, der ze krame stat, kain wahs uf dehaime tische noh niender verkaufen wan in siner kram1276 AugsbStR. Art. 14 § 15 Textarchiv: AugsbStR. Art. 14
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die kremer, die gest hie sein vnnd zu kram sten15. Jh. (Hs.) BambStR. 32 Faksimile
V
V 1
übertragen von Kram (II): in der Schweiz freiwilliges Brautgeschenk (I), das aber meist mit der Morgengabe zusammenfällt
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ist denn, dz der frowen ir morgengab oder kram oder heimstür venert uf gesezt oder widerleit were vnd sich das erfindet, als recht ist, das geniessent billich der frowen erben1424 Luzern/Huber,PrivR. IV 452 Anm. 26
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welche froͮw ein morgengab hatt uff eim gut, die sol si nach ir mans tod mit recht ansprechen inderhalb fúnff jaren; denn lasset si ir morgengab oder kram fúnff jar anstan ungesprochen, als recht ist, man sol ir darnach weder umb morgengab noch kran nûtzit ze antwúrten haben1454 Niedersimmental 46 Faksimile
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es mag ein frow ir morgengab oder iren fryen krom vor allem teil vorusnemen1469 Basel/SchweizId. III 810 Faksimile
- um 1480 LuzernStR. 23f. Faksimile
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wo eelüt zu bett vnd tisch geschieden werden, dann so sol jetweders dem andern weder morgengab, kram vnd eerecht nützit pflichtig noch ze antworten haben1489 Luzern/WillisauAmtR. 104 Faksimile
- 1513 BernStR. VII 1 S. 117 Faksimile
- 1568 Aargau/GrW. V 75 Faksimile
- 1668 FrutigenLR. 68 Faksimile
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unter dem kram aber wird verstanden ein schenckung, welche uͤber das [morgengab] einer hochzeiterin gebuͤhret und gewohnlich bestehet in einer guldenen ketten von 400, 300, 200 gulden oder bey gemeinen personen auch an geringeren wehrt nach beschaffenheit jedes vermoͤgens1728 Leu,EidgR. II 168 Faksimile