Landpfennig, m.

I das im Land gebräuchliche Zahlungsmittel
II "Gelddienst für die Befreiung von der Landgerichtsfolge, dem Landgerichtsdienst" Dopsch,VGMA. 392f.
  • 1232 Dopsch,VGMA. 393 Anm. 44
  • ime [lantrichter] ist auch niement gepunten darzü [taiding] ze gen nuer die lantphenning gebent oder die schenchent
    um 1340 Melk/ÖW. IX 510 Faksimile
  • do man von dem selben ganzen lechen alle jar dient gen M. dreizzich wienner phenning ze lantphenning und nicht mer
    1349 SPöltenUB. I 416 Faksimile
III Landsteuer
  • dem zu der administration der gemeinen land-pfenninge verordnetem collegio der land-staͤnde
    1605 Moser,RStändeLand. 1360 Faksimile
  • 1753 CCOsnabr. I 1 S. 533 u. 540 Faksimile
  • landpenning: wenn ein landmann von seinem contribuablen praedio ein stuͤck land verkauft, so muß der kaͤufer dem verkaͤufer jaͤhrlich das darauf haftende onus, so hoch als das land im anschlage ist, bezahlen. dies heißt der landpenning, welcher also ein quasi canon ist. die ursache ist diese, weil der vorige besitzer, ohnerachtet er ein stuͤck verkauft hat, im vorigen anschlage bleibet, der kaͤufer aber bey seiner acquisition in keinen hoͤhern anschlag koͤmmt
    1756 Strodtmann 345 Faksimile
  • der landpfennig ... in einigen gegenden die landessteuer, die durch das ganze land eingeführte steuer von liegenden gründen, besonders auf dem lande
    1796 Adelung² II 1890
  • in engerer bedeutung ist im osnabrückischen der landpfennig die auf einem grundstücke haftende abgabe, welche der käufer jährlich an den verkäufer vergüten muß, weil die abgaben daselbst auf dem besitzer, nicht aber auf dem grundstücke haften, und folglich auch nicht mit zu dem käufer übergehen
    1796 Adelung² II 1890
  • 1799 Klöntrup,Osnabr. II 242f. Faksimile