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Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Malgrei

Malgrei

, f.

nur in Tirol belegt, Etym. ungesichert: viell. aus mlat. mallus, ahd. mahal (vgl. 1Mahl) u. mlat. curia, vgl. Schöpf,TirolId. 417
Unterbezirk einer Gemeinde, eines Gerichts
  • ez leit i stuk ze S. auf V.s weingarten in sant Stepfans molgrei 
    1. Viertel 14. Jh. SonnenburgUrb. 103
  • verchauft han ... einen drittentail aus meinem hof N. der in Layanaer pfarre gelegen ist in der mulgrey ze sand Petaer
    1327 BrixenUrk. I 416 [ebd. 418]
  • 1332 BrixenUrk. I 512
  • 1334 BrixenUrk. I 577 u. 593
  • [ein Gut:] ist gelegen in der mulgerei vnd pharre sande Peters ze Chastelrut
    1335 BrixenUrk. I 615
  • 1336 BrixenUrk. I 645
  • 1416 ZFerd.3 27 (1883) 21
  • soll auch ain ieglicher leitgeb in seiner malgrei die schäzer darzue pieten, das si im den wein schäzen
    Anfang 16. Jh. Tirol/ÖW. V 216
  • 1512 SterzingSp. II S. 16
  • unser herrschaft zum Thurn, ausser der dreien hueben zu T. ..., in siben malgrey oder zechen abgetailt
    Mitte 16. Jh. Tirol/ÖW. V 636
  • soll in ainer yeden statt, marckt, vnd landtgericht, auch gerichten vnd den perckwerchen ... nach gelegenhait jrer groͤsse ains, zway, drey, oder mer vierdtail, staͤb, oblayen, oder malgreyen (wo die vor nit getailt sein) gemacht ... werden
    TirolLO. 1573 IX 1, 1
  • 1619 Tirol/ÖW. V 340
  • sollen alwegen in ieder malgreid und nachperschaft viertelmaister firgenomen ... werden
    2. Hälfte 17. Jh. Tirol/ÖW. V 276
unter Ausschluss der Schreibform(en):