Missetäter, m.

vorwiegend: Mißtäter, vereinzelt: Missen-, Missig-
Übeltäter, Straftäter
  • da der misteder vor den drupschlag kommen kunt und widerumb ein, sei nochmals die 6 wochen und 3 tag frei
    1561 PublLux. 48 (1900) 233
  • Jungkhanss,KriegsO. (Köln 1594) 68
  • es ist nach gemeinen landtrechte nicht zugelaßen, einen mißthäter außerhalb gebiets zu greiffen
    Ende 16. Jh. NeumünsterKirchsp. 229
  • [Diebe:] boßhaftige mißenthätter
    1630 Schindler,VerbrFreib. 21
  • im fall aber der missigthätter dem schulthesen zu starckh sein würdte, solle der schultheis die nachpauren zusteur anrueffen, vnd die missigthättigen in den stockh schlagen
    1660 Untermosel/GrW. II 397 Faksimile
  • scharprichter, ... de den missdeders dor dwanck und pyne de bekentnis orer bedreven feiten afpersen
    1666 NdJb. 75 (1952) 56
  • 1705 KlugeBeamte I² 597 Faksimile
  • 1717 BrandenbKrimO. III § 13 Faksimile
  • da ein beklagter übel- oder mißenthäter aus dem land gewichen und contumaciert worden
    1748 BernStR. VII 1 S. 400 Faksimile
  • missethaͤter, beruͤchtigte, sind nicht fuͤr vagabonden zu achten, noch bey der armee anzunehmen
    1772 CAug. III Reg. 2
  • 1786 Gadebusch,Staatskunde I 308 Faksimile
  • 1798 RepRecht I 91 Faksimile
  • ofte die deif ofte misdeder in dem dage u. drei fackelen in den auent mit rechte nicht gewunnen enworde u. overnachtigh worde, so sollen sei den misdeder leveren in mins hern van Munster hogeste gerichte
    oJ. Westfalen/GrRA.⁴ II 442 Anm. Faksimile