Morgen, m.
Morgen, m.
Tagesbeginn, als Zeitpunkt od. Zeitspanne im Rahmen rechtlicher Regelungen gebraucht
in der Wendung zu/auf Morgen (I) kommen:
zu einer Morgensprache (I 1) kommen
der Abgabepflicht für das Morgengeld nachkommen
metonymisch mit der Vorstellung "so viel Ackerfläche, wie man an einem Morgen (I) bearbeiten kann" und damit Lehnbed. zu lat. iuger(um), iurnalis
ein Flächenmaß, Landmaß, Ackermaß von regional unterschiedlichen Größen; vgl. dazu die Maßangaben bei Beekman,DijkR. II 1164, ElsWB. I 708, SchwäbWB. IV 1759; nicht eindeutig entscheidbar ist, ob in einigen Belegen (zB. 1224/25, 1305) der metonymische Gebrauch im Sinne von "Grundstück, Ackerstück" vorliegt, oder ob es sich dabei um elliptische Auslassungen der Genitivkonstruktion eine bestimmte Anzahl Morgen [Landes] handelt
formelhaft, fast ausschließlich mnl. morgen gelijk, morgen morgen(s) gelijk / broeder Morgen für Morgen, anteilsmäßig
ein Längenmaß
ein Getreidemaß
morgen, adv.
morgen, adv.
am Morgen (I)
in der Wendung heute und morgen für die Angabe einer kurzen Frist gebraucht: in kürzester Zeit, unverzüglich; weitere Belege s. unter heute (II)