Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): (Mundsühne)

(Mundsühne)

, f. u. m.
I Versöhnung zwischen den am Tod eines Mannes Schuldigen und den Verwandten des Getöteten; sie kommt durch die Rechtsgebärde eines Friedenskusses auf den 1Mund (I 1) zum Ausdruck. Metonymisch ist Mundsühne ein Sühngeld, das nach flandrischem Recht der Schuldige zu zahlen hat und dem Mundsühner zu übergeben ist; meist ist dies ein Betrag in Höhe eines Drittels des gesamten Sühngeldes und ein Teil der Erbsühne (II), welche den nächsten Verwandten des Getöteten zusteht
II Versöhnung mit dem Fehdegegner, allgemein eine Form des Sühnevertrags