Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Mutsühne

I durch den freien Willen aller Beteiligten zustandekommende (im Ggs. zu: obrigkeitlich verordnet), gütliche (II) Übereinkunft in einem Rechtsstreit, Vergleich, Schlichtung, Kompromiß 
II bei der Tötung eines Menschen an dessen Sippe zu leistende Sühne; zum Verhältnis von Mundsühne (I) und Mutsühne (II) vgl. H. Brunner, Sippe und Wergeld/ZRG.2 Germ. 3 (1882) 63ff.
III an die Obrigkeit zu leistendes Sühnegeld