Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Scheltwort

I herabsetzende Äußerung; mit erheblichen graduellen Unterschieden von bloßer, die Ehre nicht verletzender Beschimpfung bis hin zur schweren Beleidigung, Anschuldigung, Bezichtigung, Verleumdung; auch: Verwünschung, Gotteslästerung; Schelt- und Feldwort bzw. Meldwort jede Art von unziemlicher Wortäußerung
  • 1 Definitionsbelege
  • 2 als Gegenstand von Verboten in best. Situationen
    • a vor Gericht und bei ähnl. Zusammenkünften
    • b in Handel und Handwerk
    • c in sonstigen öffentlichen Situationen
    • d im Haus, zu Hause
  • 3 als Gegenstand von Verboten zum Schutz best. Personen, insb. Amtsinhabern
  • 4 in best. Begehensweise, die besonders hart zu strafen ist, insb. Heimlichkeit
  • 5 Vorgehensweise, Verfahren gegen Personen, die Scheltworte geäußert haben
    • a Zuständigkeit zur Ahndung von Scheltworten; auch: Ablehung derselben
    • b Verfahrensablauf
    • c Beweisrechtliches
  • 6 Bestrafung
    • a verschiedene Strafen; meist Geld- oder Ehrenstrafen und/oder Stadtverweis
    • b Fälle von Strafbefreiung, insb. bei Notwehr (I), Nothilfe, Provokation und gegenseitiger Tat ( Kompensation)
II im Handwerk: Beschuldigungen des Verstoßes gegen die Handwerksgewohnheiten oder die guten Sitten, (Mängel-)Rüge