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Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Schlag

Schlag

, m.
I Hieb, Stoß, Streich gegen eine Person; auch unter Zuhilfenahme eines Gegenstandes
II durch den Schlag (I) verursachte Verletzung; iVm. blutig (I), blutend stark blutende Wunde, iU. zum trockenen Schlag (I 1), was entscheidend für das Strafmaß ist; oft formelhaft mit Wunde 
III von Münzen: Prägen, Ausprägung; Münzzeichen, Münzsorte, meist iVm. Attributen, die das Gewicht angeben oder den Prägeort, an dem der Münzschlag (I) stattfindet, meton. auch: Privileg der Münzprägung
IV auf ein Handwerksprodukt gedrücktes Zeichen, Stempel eines Handwerkers
V (in Holz gehauene) Kerbe (I); ua. als Beweismittel
VI Hieb auf einen Gegenstand, als symbolischer Akt
VII (oft amtlich) festgelegter Verkaufspreis insb. für Wein, Getreide und Fisch; auch als Grundlage für die Berechnung von Darlehen auf Naturalien und für eine Geldabgabe anstelle des Naturalzehnten; insb. beim Verkauf von Früchten vor der Ernte: auf den Schlag zum nach der Ernte offiziell festgesetzten Preis
VIII (Erst-) Gebot bei einer Versteigerung
IX Zustimmung, Einverständnis
X jn. in die Gewalt des bitteren Schlages geben jn. in die Acht erklären
XI Glockenschlag, als Zeitangabe
XII Schlagtor, Tor mit einer Zugbrücke
XIII Taubenschlag oder -haus; auch als Vogelfalle
XIV Stollen im Bergbau; in Hall in Tirol: Abbaufeld am Berg bestehend aus vier Eisen (VIII 2) 
XV abgeteiltes Stück Land
XVI Art, auch best. Gruppe, Weise, Form
XVII Schicksalsschlag, Unglück, Unheil in Form einer Krankheit, zB. Schlaganfall
XVIII Gegenwehr, Gegenschlag; hier: durch Brandstiftung an Haus und Hof
XIX Zusammenstoß, Aufprall, hier von zwei Schiffen
XX Unwetter, zB. Hagelschlag