Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Schlagschatz

Schlagschatz

, m., Schlägeschatz, m.
I bei der Herstellung von Münzen erzielter Gewinn, der auf der Differenz beruht, die sich zwischen dem Nennwert der Münze einerseits und dem Materialwert und den Prägekosten andererseits ergibt; im engeren Sinne die im Rahmen des Münzregals für die Münzherstellung an den Münzherrn (I) zu zahlende Abgabe
II obrigkeitliches Recht auf Erhebung und Einnahme des Schlagschatzes (I) 
III beim Umtausch alter oder fremder Münzen in neue, einheimische zu leistende Abgabe an den Münzmeister, ua. zur Deckung der Kosten der Münzstätte; auch bei Geschäften, die eine Umtauschpflicht umgehen, zu leisten
IV eine (urspr. vom Käufer zu entrichtende) Umsatzsteuer auf unterschiedliche Waren; Handelsabgabe, mancherorts nur von auswärtigen Kaufleuten zu entrichten; meton. auch das Recht, den Schlagschatz einzuziehen; in Marburg erfolgt die Schlagschatzerhebung unter Beteiligung der Zünfte
V Abgabe im Silberbergbau