Sonntag, m.
Sonntag, m.
der erste Tag der Woche (nach historischer Zählung); des Sonntags wie sonntags
zur hervorgehobenen Stellung des Sonntags
als Tag unter besonderem Friedensschutz; er zählt zu den gebannten (II aE.) Tagen, an dem häufig gerichtliche Handlungen und Rechtsgeschäfte untersagt sind (vgl. aber Bed. I 2)
als Tag für best. Gerichtssitzungen ua. rechtliche Handlungen wie zB. ¹Ladung (I 1), Mahnung (I 1), Pfandlöse
als Tag für die öffentliche Bekanntmachung rechtsrelevanter Mitteilungen, auch mit zweimaliger Wiederholung an den darauffolgenden Sonntagen, häufig vor der versammelten Kirchengemeinde; auch: als Tag der Vollstreckung von (Kirchen-)Strafen
als Tag des Gottesdienstes und der Ruhe, insb. zu den Gottesdienstzeiten; häufig mit Vergnügungs-, Arbeits- und Verkaufsverbot (außer Lebensmitteln des täglichen Bedarfs und Verkauf auf Jahrmärkten)
iVm. Adjektiven, zur Bezeichnung bestimmter Sonntage und meton. von Institutionen
heiliger Sonntag Sonntag, auf den der Festtag eines Heiligen fällt; auch Bez. für andere Sonntage, um die Heiligkeit des Tages zu betonen
schlechter Sonntag Sonntag, auf den nicht zusätzlich ein kirchlicher Feiertag fällt
schwarzer Sonntag oder namenloser Sonntag Sonntag Judica, 5. Fastensonntag, Passionssonntag, 2. Sonntag vor Ostern
goldener Sonntag Sonntag nach (jedem) Quatember (I), dh. Sonntag Reminiscere, Trinitatis (Dreifaltigkeitssonntag), Sonntag nach Kreuzerhöhung und nach St. Lucia; im Sg. meist der Sonntag Trinitatis
heimlicher Sonntag Sonntag vor dem Johannistag (24. Juni); in Freiburg i.Ü. Tag der geheimen Wahl des Kleinen Rats und der Besetzung städtischer Ämter; meton.: Gremium zur Kontrolle des Kleinen Rats, das an diesem Tag zusammentritt