Abbau

nd. Nbf. afbuwede
I bergmännisch
II Gegensatz zu Anbau; Liegenlassen, Verfall, Verödung, Mißwirtschaft eines Ackers, Weinbergs usw.
Sachhinweis: Abbauung? Gutzeit,Livl. II
  • wellicher ainen acker oder wiessen verläst ân aines ambtman wissen und willen, dardurch es in abpau kümbt, von ainen jedem zu wandel 6 ß 12 ₰
    1572 ÖW. IX 333 Faksimile
  • ob ein guet ... durch prunst ... oder andere unfahlzustände in abpau und verödung khomben
    1599 NÖLREntw. V 160 § 5
  • der leibgedinger soll [das Leibgedinggut] bey gemeinem landbräuchigen mittern gebäu erhalten, und wann er es über vorgehende warnung nicht thäte, und das gut in abbau kommen liesse [wird es eingezogen]
    1679 TractIurIncorp. VIII 13 Faksimile
  • abpaw und unwirtschaft
    oJ. NÖLREntw. I 14 § 10
  • NÖsterr./ÖW. VII 854 Faksimile
  • NÖsterr./ÖW. VIII 247 Faksimile
II – insbesondere Vereinödung, Abbruch und Verlegung eines Bauernhofes aus dem Dorfe auf die Feldmark

abbau

abebaw, abebûwe(nde), abûwe, abůe, abpew, abebûwig
I ungebaut
Sachhinweis: absetz (GrW. IV, 41. 64f.)
II nicht mehr (berg)bauend