abstehen

mhd. abestân, mnd. afstan, ave-, -stain
I wörtlich: sich entfernen, weggehen
II übertragen: jemanden verlassen, von jemandem abfallen
III
III 1 abtreten, zurücktreten von Amt oder Dienst
III 2 sterben, zu grunde gehen
  • 1591 Thannhausen/WürtLändlRQ. I 139 Faksimile
  • so bald die hirten gedinget ... werden, sollen sie das abgestanden vieh, was absteen wurde, selbsten abziehen
    1594 Nordhausen (Württemberg)/WürtLändlRQ. I 123 Faksimile
  • wann das fiech abstuent
    oJ. NÖsterr./ÖW. XI 14 Faksimile
  • bey dem begräbniß des abgestandenen bürgermeisters zu Bremen
    oJ. Rehtmeyer, Braunschwg. Kirchenhistorie, Suppl. 90
IV abtreten
IV – eine widerrechtlich angeeignete Sache herausgeben
V ablassen von einer Forderung, einem Vorhaben usw.
V 1 allgemein
V 2 zurücktreten von einem Rechtsgeschäft
V 3 verzichten
VI mit Dativ der Person
  • ap er mir das ortel an eyme teyle abesteet und ir zu, ... fraw Barbara ... meynet, das ir das ortel von Magdeburg zustunde und mir abe
    1461 Magdebg. Schöffenspr./BreslStArch.
  • doch so dem gehorsamen teil die urteil absteen würd sol derselb die gerichtzcosst und schäden abzelegen nit schuldig sein
    1520 BairGO. Bl. 22 (12. Gesatz) Volltext (und Faksimile)
  • ÖW. I 50 Faksimile
VII intransitiv
VII 1 nicht vorhanden sein, fehlen
VII 2 stillhalten
VII 3 absteigen