angehen

got. anagaggan, ahd. anagân, and. anagangan, fries. ong(ung)a, nl. aengaen
I herangehen, freundlich oder feindlich an jemanden herantreten
I 1 bitten, ersuchen
I 2 angreifen
I 2 – sich geschlechtlich vergreifen an jemandem, insbesondere an Tieren
I 3 ein Gebot übertreten
II lat. tangere
betreffen, berühren
II – widerfahren
II – zur Last fallen
II – befallen
II – berühren
II – zugehören, zustehen
III Gegensatz zu abgehen (fehlen)
  • was im an dem selbscholn abget, das sol an dem pürgen angen
    16. Jh. Tirol/ÖW. V 407 Faksimile
III – zufallen
IV beraten
IV – vereinbaren, schließen
IV – Ehe schließen
IV – Familienverbindung eingehen
IV – verwandt sein mit
IV – verwandt sein mit
IV – einwilligen, annehmen
V beginnen
V 1 örtlich
V 2 zeitlich
V 2 – Fehde beginnen
V 2 – sich versammeln
V 3 insbesondere Amt und Würden usw. antreten
V 3 – in Dienst treten
V 4 den Besitz antreten
V 4 – ansässig werden
V 4 – etwas in Besitz, Beschlag nehmen
V 5 einem Gottesurteil sich unterziehen
V 5 – eine Strafe leiden
V 6 leisten
  • pape oder leye, de der huldeginge angan
    1343 HildeshUB. I 538
V 7 in Kraft treten
V 8
  • doch söllen die pfand erst uff den nächsten mentag angän und dannethin 14 tag stänn
    1566 ZugStB. 32
VI
zu Gang
nutzungsberechtigte Hofbesitzer; "Gabe"