Armut

armod, armett
I wie neuhochdeutsch
II arme Personen
II 1 Armenschaft, Armenhaus(insassen)
II 2 Minderbegüterte
  • maßen die armut ["die armen Bürger, welche brauen"] mit den reichen ["r. B., die brauen"] kein stich halten kann
    1673 Gutzeit,Livl. Nachtr. I 58
  • die bäcker so zur verkürtzung der armut ... nit backen willen
    1700 JbOldenb. 17 (1909) 215 Faksimile
II 3 n., der "arme Mann"
vgl. arm (IV)
  • bis ... das armuth seine frucht nicht eingeführt hat - das armuth soll verpflichtet sein, die zehnden einzuführen - der zehnder soll auf des armuths ross nicht reithen
    1591 SiebbWB. I 190
III n., f., Armengelder
  • daß solchs gemeiner armut, kirchen und schulen nachteiligk ... sei
    1567 Beyerle,Beitr. IX 2 S. 46
  • I.P. hat aufgelassen einem erbarn rathe ... als verwaltern des gemeinen armuths ... die erbschaft
    1567 SchlesDorfU. 90 Faksimile
  • oberste vorsteher gemeinen armuts
    1568 SchlesDorfU. 91 Faksimile
  • ess sollen ... nach seinem todtt alle seine güter ... dem gemeinen armutt bleiben
    1625 SiebbWB. I 190
  • über mehrere dem armuthe zu Dr. geliehenen copitale [!], gestiftete almosen
    oJ. HStArchDresden
IV geringe Habe
V hohe, höhere, höchste Armut verschiedene Stufen der Mönchsarmut, 1. Orden, die nur den nötigsten Grundbesitz haben, 2. solche, die nur bewegliches Gut haben, 3. die nichts Eigenes haben
vgl. Armut (I)