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Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): aufschieben

aufschieben


I (eine Sache vor Gericht) verschieben, vertagen
  • sprichet ein man vor gericht eines menschen wort und wirt diu sache undervaren und aufgeschoben 
    1300 WSB. 80 (1875) 346
  • 1310 MGConst. IV 1231
  • ist aufgeschoben ir chlag di sie gegen einander habent
    1370 Schlager,Wien II 102
  • die gebrechen biß uff unnser heymkunfft uffczuschieben 
    1487 MittGotha 1903 S. 47
  • 1491 OstfriesUB. II 327
  • 1496 Ulm/UrkSchwäbBund. I 208
  • welche nit die klag austhun, sondern allein aufschieben 
    1570 KölnStat. I 158
  • eine aufschiebende bedingung
    1794 PreußALR. I 4 § 101
  • SiebbWB. I 277
II zur Entscheidung vorlegen
  • 1377 Lexer II 1700
  • holen solich urteil die sie [an den Oberhof] ufgeschoben haben
    16. Jh. GrW. V 587
III jemandem etwas zuschieben, überlassen
IV (den Lohn) vorenthalten
  • [wer] ainem sein lidlon aufschub wider sein willen
    1517 MaxBO. Art. 155
unter Ausschluss der Schreibform(en):
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