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Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Bannmeile

Bannmeile

ba(h)n-, -mi(e)le, -myle, bammile, bannwil 
Meile als Grenze des Bannbereichs
vgl. Bannluke

I der Gerichtsbarkeit
  • in iurisdictione ipsius, que banmile vulgariter dicitur
    1237 MGConst. II 276
  • vomme zolle sol der bischof vride bern menlickeme in dem sime geleite oder der banmile 
    1260 BaselDienstR. 10
  • 1537 ArgauLsch. I 238
II des Marktzwangs, Gewerbebanns usw
  • sint die von S.N. eyme byschoff schuldich alle brieffe bynnent eyner bannmylen zu tragen
    1302 Sankt Avold/ZBergGesch. 7 (1871) 182
  • 1306 MnlWB. I 566
  • wer in einer banmil gesessen ist, der ist nit ein gast
    1346 GrW. IV 385
  • waz bynnent die bannmyle kumpt, davon sal man ungelt geben
    1394 TrierWQ. 367
III Stadtgebietsgrenze
  • item nullus opidanus infra terminum, qui dicitur bammile sive bivanc, occupari poterit vel arrestari per aliquem iudicem extraneum
    1279 GrW. II 735
  • 14. Jh. BaselRQ. I 1 S. 24
  • umblanges umb die stadt is die ban myle off veltmarckt gelegen
    14. Jh. NrhAnn. 9/10 (1861) 262
  • v.Amira,Erl. II 86
-- meist eine Meile, manchmal 2 oder 3 Wegmeilen
--
  • drei meill wegs
    1355 FrankfZftUrk. I 19
  • [Volkstümliche Maßbeschreibung:] ein bane mile, daz ist eins horns schale, / eins hundes bale, / eins hamers wurfe, / und eins schalkes furcz
    1377 MWirzib. VII 196
  • der scheffen geweist ein bannmeil, das ist ein halb meil wegs
    1506 GrW. II 192
  • [Pleonastisch:] vier banmilen weichs [wegs]
    1516 NrhAnn. 6 (1859) 25
  • 1/2 meyl wegs
    1525 ActaTir. III 93
  • 30 man ... mit dem klüpell 30 würff thun, einer nach dem andern
    1561 Gillenfeld/GrW. II 414
unter Ausschluss der Schreibform(en):