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Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Bastard/(bastard)

Bastard

mhd. bast(h)art, mnd. mnl. bast(a)ert, fries. basterd. Nebenformen baschart, patzthart. Aus dem Romanischen; zuerst vom normannischen Wilhelm als Beiname
Kebskind, (anerkannter) Sohn einer Nebenfrau, uneheliches Kind
  • dû muost ein basthart sîn, êlôs und erbelôs
    13. Jh. Berth.v.Regensb. I 413
  • off der bastert suster noch broider nyet en hait, so erstirft dat gut up syne nyesten
    1346 Ennen,QKöln I 187
  • hiertoe behoort thol, vond, bastaert, tbeste kateil, boeten ende den uutlantschen man
    1356 CoutCourtrai p. 18
  • dat hei niemans eigen en sij noch bastart 
    1375 KölnZftUrk. II 214
  • 1376 BernStRechn.(1375/84) 40
  • 1389 LübUB. IV 561
  • 1400 OstfriesUB. II 681
  • dat gheen bastaerdt, of die beruft ist van eenighen quaden feyten, in den gherecht niet comen en sal
    1401 Fruin,Dordrecht I 68
  • der stad jonchere Adriaen, die bastert van Hollant
    1415 Fruin,Dordrecht I 101
  • sint deme male daz er nit ein eekint en ist und ein bastart ist
    1439 Loersch,Ingelh. 76
  • aif eyn geselle ader man, ... eynichen bastart machen worden, und soliches dynt nyt eelichen worden were, is auch nyt eyn burger
    1469 Bär,Koblenz 136
  • da basterdan, dat is to foerstaen deer teyn sint in urhuur fan der moders wegena buta her aeffta manne, da mogen der moder eerffscip opberre
    1480/81 JurFris. II 90
  • een moeder en voedet gheen basterden 
    15. Jh. Cleve/ZRG. 10 (1872) 198
  • in der bastardt briven sol man nit setzen, das si frei sein in crafft des frei zugs ... dan alle bastardt sein meins ... hern pfaltzgraven ... leibßaigene
    1526 MosbachStR. 594
  • 1567 BaselRQ. I 1 S. 432 (nr. 291)
  • bastharten oder banckhaarten, so außerhalb des ehestandts (doch nit von verdampter geburt, davon nechst hernach folgt) gezeugt worden, die koͤnnen ... ihren vater nicht erben
    1571 SolmsLR. 25
  • der richter alhie ist Bernhardt von Lancgen, des zeligen richters sonne to Sogel, der en bastarth von den von Langen gewesen, ist ehelig gebaren, frigh
    1571 WestfLR. 165
  • daß dieselben bastart, wo sie one leibs erben mit todt abgangen seyndt, ... in allen jhren verlassenen haaben vnd guͤtern, ligenden vnd fahrenden, auch an schulden, pfanden, vnd anderm, wo die gelegen seyn, nichts außgenommen, die sonsten nach gemeinen beschriebenen rechten in jhrer keyserlicher maiestat vnd deß reichs cammer verfallen weren, an die pfaltz, als landsfuͤrsten, geerbt seyn
    1582 PfalzLO. VIII
  • 1599 OPfalzLO. 158
  • bastarde oder kinder, so von ledigen frauwen, die sich nicht zu einem manne alleine halten, geboren werden
    1608 HusumStR./Mensing
  • alle kinderen van pooters ... soo wel bastarde als ghemelde sijn ghehouden voor poorters
    1619 CoutYpres I 62
  • wo auch ein ledig kind oder ein bastard ehliche kind hät, oder überkäme dieselben kind, so ehlich erbohren, sollend erben in allweg gegen männiglichen
    1639 WerdenbergLB. 229
  • die von ehelichen personen aussert der ehe oder in verbanneten freundschafft gebohrne bastarten oder unflatskinder genennet werden
    1727 Leu,EidgR. I 429
  • aenveert oock den heer alle de goeden achtergelaten bij eenen simpelen bastaert 
    oJ. CoutAnvers V 192
  • es gehörent ouch einem herren ... zu Kiburg ... zebeuogtent all vnuerlechnet gotzhus lüt, landtzügling, basthartten, vnd das von irem stamen herkompt
    oJ. GrW. I 20
  • ook en sal der boede geen bastardt offt anverwonnen kint syn
    oJ. LimbWijsd. 257
  • BrielRb. 57
  • CoutBourgBruges I 103
  • DWB. I 1150
  • Meyer-Lübke 67
  • MnlWB. I 592
  • Richthofen,WB. 621
  • Schiller-Lübben I 157
  • Schmeller2 I 299
  • Stallaert I 127
unter Ausschluss der Schreibform(en):
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(bastard)

mnl. bastaert 
unehelich, ungesetzmäßig
unter Ausschluss der Schreibform(en):
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