berauben

mhd.e Nebenformen bereuben, beroben, nd. nl. beroven, fries. birava, ags. berêafian
vgl. beriffen
I
I 1 (jemanden) einer Sache berauben, raubend anfallen
I 2 etwas rauben
I 3
I 3 a Menschen rauben, entführen
  • wann der rauber die schmach an der beraubten mit fleischlicher vermischung ... nicht würcklich vollbracht
    NÖLGO. 1656 II 78 § 6 Faksimile
  • beraubent zu T. ... unsers gottshuß mann ... ein kindt auß der wiegen
    oJ. Foffa 68
I 3 b schänden
I 3 c
  • sie haͤtte denselben der ehelichen beywohnung nicht beraubt
    1670 Abele,Unordn. I 251 Faksimile
  • wenn sich eyns dem andern selbs beraubt unnd entzeucht, das es die ehliche pflicht nicht tzalen noch bey yhm seyn will
    oJ. Luther(Clemen) II 348
I 3 d wechselseitig heiraten
II zur Strafe entziehen
III in Althochdeutschen Glossen