beweinen

mhd. bewînen, bewienen; afries. bi-, beweinia, -waynia vanHelten,OstfriesLex. 53
I mit Wein versehen
  • wie der schultheiß alle vollgeding die tafel zu beweinen schuldig ist
    1564 (Hs. 17. Jh.) Weißenburg/MünchenGA. 23 (1846) 170
  • sich bewinen und koufen
    16. Jh. SchlettstStR. 528 Faksimile
II reflexiv: sich betrinken
III gerichtliche Weingebühr entrichten
  • seyn außklag beweinen, thut er daß nicht, so hat er seyn außklag nicht befestiget
    1564 (Hs. 17. Jh.) Weißenburg/MünchenGA. 23 (1846) 174
  • ob aber einer nicht gehorsam wäre [der Ladung] so mag der gehorsame den ungehorsamen beweinen und beweisen uff das seine
    1564 (Hs. 17. Jh.) MünchenGA. 23 (1846) 197
III – "zahlte ein Huber seine Zinse nicht, so wurde sein Gut von dem Meier, in Gegenwart einiger Zeugen, für eingezogen erklärt. Um dem Schuldner Frist zu geben, wiederholte man dies Urteil zu verschiedenen Zeiten und trank dabei jedesmal, auf seine Kosten, eine gewisse Quantität Wein. bewinen ist demnach so viel als für eingezogen erklären" Schmidt,ElsWB. 38
  • sin gut bewinnen
    1514 GrW. V 486 Faksimile
  • ein heimischer soll mit dem meier uberkommen in drei tagen, thät er das nit, so soll der meier das guot bewienen zue dreien vierzehen tagen
    16. Jh. GrW. V 476 Faksimile