einbieten

ahd. inbiotan [Graff III 74f.]; mnl. inbieden; mnd. inbeden
I (kommen) heißen
I – auch als Partizip in attributiver Verwendung
  • auf den eingebottenen dinglichen tagen, deren jährlichs drei gehalten werden
    oJ. GrW. VI 673 Faksimile
II verdingen
III Tiere von der Weide nehmen
  • schweün ... an K.-tag ... wieder einpieten
    1534 Tirol/ÖW. V 63 Faksimile
  • welcher ... ein weiters vich ... ausschlagt, denselben soll ... der dorfmaister ... das vich einzupieten ... gwalt haben
    1616 Tirol/ÖW. III 43 Faksimile
  • wellicher sich ... das grasgelt zu geben verwidern wurde, dem soll sein vich eingebotten werden
    1620 Tirol/ÖW. II 244 Faksimile
  • 1644 Tirol/ÖW. III 67 Faksimile
IV jemandem Aufenthaltsort, Wohnsitz anweisen
IV – jemandem "Hausarrest geben"
V verbieten
VI
  • alle dejennen, de to rechte eed to gevende erkannt werden, de moeten dree dinge-dage na enander ehren eed inbeden
    1590 Mensing