Förster

vgl. Forstner
I in Althochdeutschen Glossen
II
II 1 Forst(schutz)beamter
II 1 – grundherrlicher Beamter zu Beaufsichtigung der Fron- und Bannwälder, an dessen Wahl die Hofgenossen schon frühe einen gewissen Anteil hatten
  • darzu ellü dü phender, die ein vorster nimet von sach wegen, daz dü höltzer werdent abgeslagen
    1338 GrW. I 9 Faksimile
  • sol man den vorstren nicht mer ... die ersten drij ß geben, die gebessert werdend
    1347 GrW. I 34 Faksimile
  • ain richter sol ainen forster und ainen nachrichter seczen
    1355 NÖsterr./ÖW. VIII 985 Faksimile
  • die wyß luckg sol verschlagen sein, und die sol niemand uff brechen denn der vorster oder keller
    1484 GrW. I 138f. Faksimile
  • fürohin alle jar vier vierer und ein forster ... verordnen und erwellen
    1600 SGallenOffn. II 292 Faksimile
  • dieselben vorster sond die hofflütt kiesen
    oJ. GrW. I 103 Faksimile
  • git ainem vorster allen zehenden und darumb hät dasselb güt holtzrecht
    oJ. GrW. I 107 Faksimile
II 2 Feld-, Weideschütz, Flurschütz allgemein
  • wer das wegrecht verfurt, und begreift in der forster oder uberreiter
    1511 NÖsterr./ÖW. VII 709 Faksimile
II 3 Obermärker
  • aller gemeyner mark, dy zu den dorffern gehoren, eyn forster sin
    14. Jh. Varrentrapp,Marken 57
III Gerichtsbote, Polizeidiener