Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Freilehen

Freilehen

privilegiertes, von allen oder manchen Abgaben und Diensten befreites Lehen
  • feoda sita in villa ... quorum unum freizlehen, reliquuum vero meisterlehen nuncupatur
    1299 Rockinger [hierher?]
  • daß ain richter hat ain freilechen von unßerem herrn; darumb soll er zwaien oder dreien zu essen und zu trinken geben, daß soll nicht gehen auf die gemain
    1446 NÖsterr./ÖW. VIII 562
  • ain kauff, das ains tails vom hailigen reich freylehen, und zum tail aigen wäre
    1497 UrkSchwäbBund. I 236
  • wie die freyen- und affterlehen ... sollen verlihen werden
    TirolLO. 1573 V 19
  • frey-lehen, feuda franca, welche einem also überlassen werden, dass er dem lehenherr weder die treu-pflicht ... noch dienst zuleisten angehalten wird
    1728 Leu,EidgR. II 44
  • 1751 Buder 437
  • 1756 CMax. IV 18 § 4
  • 1758 Haltaus 508
  • 1808 Weber,Lehnr. II 18
  • 1811 Weber,Lehnr. IV 304
  • 1811 Weber,Lehnr. IV 735
  • jedes freilehen soll geben drei weiset und ein fassnachthennen
    oJ. Bayern/GrW. III 626
  • dass man das bauding soll haben auf den zwei freilehen 
    oJ. GrW. III 626
  • feudum francum dicitur ein frei-lehen, quod liberum et exemptum est ab omni servitio
    oJ. Moller,CarpzovRep. 486b
  • es sol solch lehen der von F. fuirbass zu ewigen ziten ein freylehen und die von F. weiter zu dienen nicht schuldig seyn
    oJ. Scherz-Oberlin 423
  • DWB. IV 1, 1 Sp. 116
  • SchwäbWB. VI Nachtr. 1947
  • Zepernick,Samml. III 182ff.
  • ZFerd.3 18 (1873) 8 und 9
-- wohl Lehen schlechthin
  • daß sie solche ertz undt bergwerck ... unter freylehen von unß und unsern nachkommen ... zu lehen erkennen und empfahen
    1507 ZBergr. 26 (1885) 503
unter Ausschluss der Schreibform(en):