Gemeindegeld, Gemeingeld

I Abgabe an die Gemeinde und das daraus entstehende Gemeindevermögen
  • wo es [die Wegeeinungen zur Bezahlung des Schiederessens] nit zu reicht, sollen sie das gemeingelt angreuffenn
    1505 ZWirtFrk. 2, 3 (1852) 97
  • würd er [der Wegziehende] über jahr und tag den angesetzten gülden [für Erhaltung des Gemeinrechts] nicht abrichten, soll das gemeinrecht oder gemeingeld verfallen sein oder aber solches uf ein neues wiederum erkaufen
    1525 JbMittelfrk. 56 (1909) 61
  • wellicher man auß der lad leicht, eß sei gemain- oder waisengelt
    1579 NÖsterr./ÖW. VIII 223 Faksimile
  • "werden Güter von fremden ausländischen gekauft, geerbt oder genützt, so wird von diesen auf den Gulden Kaufwert je ein Pfennig Gemeindegeld jährlich erhoben"
    1614 WürtVjh. 9 (1886) 77
  • ain jeder angesessener und behauster [soll] sein gemaingelt 3 ₰ ... dem richter ... erlegen
    17. Jh. ÖW. VI 203 Faksimile
  • [bevorrechtigte Konkursforderungen sind] die herrschaftliche und andere schuldigkeiten als ... markts- und gemeingelder
    1722 CCBrandenbCulmb. II 1 S. 213 Faksimile
  • das schuz- oder gemain- und reverendo mistgelt von denen inwohnern ... eingefordert
    1733 NÖsterr./ÖW. VIII 1105 Faksimile
  • über die gmeingelder und derlei einkünften alljährlich ein ordentliche rechnung führen
    1747 NÖsterr./ÖW. VII 391 Faksimile
  • mit den gemeindsgeldern die beste wirtschaft und gebahrung führen
    1798 Tirol/ÖW. III 346 Faksimile
II Zunftgelder
  • dy weber meyster, dorum daz si nicht czu gesaen habin, [zahlen als Strafe] auch iczlicher eyn firdung von seynem gelde, undin nicht von der gemeyngelt
    1393 KrakauStB. II 111