Genoßsame

vgl. Wechsel
I
II ausdrückliche Anerkennung der Gleichwertigkeit
  • acta sunt hec ... presentibus ..., quos omnes ... videlicet presentes volo et concedo per presentes fore testes, qui vulgariter ze genozzami appellantur, condicione seu statu dispare non obstante
    1295 SalemUB. II 486 Faksimile
III
III 1 organisierte Rechtsgemeinschaft der grundherrlichen Eigenleute
III 1 a
  • her W. ... hat ze pfand die gnossame ze E.
    1281 HabsbUrb. II 1 S. 101
  • ze L. ist ein dinghof: da höret in die vrye gnozami von G.
    um 1306 HabsbUrb. I 180 Faksimile
  • jeglicher, der fúrstate het in der glossami ... ein roggen garb ... geben sol
    1336 FRBern. VI 285 Faksimile
  • mit allen rechten, so zu denselben lüten und gnossamen gehört
    1391 ZFerd.³ 16 (1871) 196
  • welhe jn die genossamy gehoerent, ... die sol kein herr vallen noch erben
    1400 GrW. IV 283 Faksimile
  • die gnossamy des dorfflis zu D.
    1413 GlarusUrkS. I 458 Faksimile
  • die gnossambe
    Ende 15. Jh. LuzernStR. 28 Faksimile
  • dz alle jar uss jeder gnossame ein ehrenmann ... zum fünffzechner gricht sölle verordnet ... werden
    um 1608 UriLB. 42 Faksimile
  • vindt er nit lüt in der genossami, die [das Gut] koufen wöllent, so mag er es geben ze koufen, wem er will
    oJ. GrW. V 71 Faksimile
III 1 b
  • swer di tohter git ze manne us des selben hoves gnosami, der git der herschaft 10 ß
    um 1306 HabsbUrb. I 518 Faksimile
  • weler ... usser der genossamy wybet, den mag ein lantgrauff strauffen
    1400 GrW. IV 280 Faksimile
  • waere das ein gotzhusman ein wip naeme, die nit genossame hette mit im, der sol also gestraft werden ..., das sin buoss sig ein forcht andern lüten
    15. Jh. Hotz,Zürich I Sp. 11
  • welhe ... zu der ee grifen uß ire gnosami oder sich süst enpfemden von unserm closter
    oJ. GrW. I 187 Faksimile
III 1 c Genoßsamenrecht, Nutzung
  • dass sie an den ... stücken keine genossami mit ihnen haben sollen
    1433 AbhSchweizR. 24 S. 51
  • sintemalen M. dorfrecht und genossame von denen von St. gekauft und vergolten hat
    1472 AbhSchweizR. II 114
  • soll uff ein behussung von aller gnossame der gmeind mer nit dann uff eine einfache behussung dienen
    1609 ZürichOffn. I 86 Faksimile
  • von und an denselben [Weiden] einiche gnoßsame auf gwinn und gwerb
    1623 Sanen 124 Faksimile
III 1 c – Vorkaufsrecht
  • es sol deheiner so ein wib ... nimpt und nit mit iro in den gerichten husshablich sitzet, dehein gnossamy als von sines wibes wegen zu güttern, so in den gerichten ligent, ze kouffen nit haben
    1468 GrW. I 41 Faksimile
III 1 d Genoßsamevertrag
  • daz wir ... mit dem erberen ritter ... einr gnossami ubir ein sin komen ze der kinde wegen
    1311 ZürichUB. VIII 355 Faksimile
  • soll alle genossami an lütten und gutten, wie und wa die bißher zu L. zwischen dem gotzhus B. und denselben von L. gewesen ist, ab sin
    1468 WürtLändlRQ. II 457 Faksimile
  • das vormolen ist geoffnett von der genosami wegenn, so wir habenn gen s. Regelen lüth, dieselben rechtunge habent sy unns ouch
    oJ. GrW. I 147 Faksimile
III 1 e m., Mitglied einer Genoßsame (III)
  • findet er aber kheinen gnossamen ..., so mag er wol einem anderen ze kouffen geben
    1502 Schauberg,Z. 2 (1847) 141 Faksimile
IV (Gemeinde-)Bezirk
V Anspruch, der sich aus der Stellung ergibt
  • solle selbiger landamman alle wie vor altem gnussamen haben, als nemlich 2 pundstäg, 2 pundsbesatzungen, beytägen und congressen, so in währenden 2 jahren gibt
    1650 Graubünden/GraubdnRQ. II 314 Faksimile