geteidingen, geteidigen

I
I 1 etwas abmachen, durch Unterhandlungen erwirken
  • möhten wir aber nüt naher mit ir getedingen noch übereinkomen
    1371 FürstenbUB. II 291 Faksimile
  • waz wir ie getaidingen dar uf und gereden mochten, daz si chainen man uf aller der werlde niht nemen wolde
    14. Jh. ZFerd.¹ 7 (1832) 211
  • hebben die dry katsteden geen recht up der weiden van Luttingen, sie en konnen dat gededigen mit dem haffhern
    1410 NrhAnn. 92 (1912) 114
  • sal miin heere van U. bezien off hii dair ijet beters tusschen gededingen can
    1413 UtrechtRBr. I 237 Faksimile
  • ufft he allsulliche vrede unde richtunghe gedeydinghen und machen kone
    1428 LübUB. VII 89 Faksimile
  • mochten myne gnedigen hern enichirleie fromens mit den slosse und stat geteidingen
    1432 BrüxStB. 96 Faksimile
  • wer die lechen koufet, dem sol der probst si lichen unschädlich an sinem erschatz, mach der leman nit bas getädingen
    15. Jh. Offnung von Fluntern/ZürichRQ.¹ 145
I 2 verabreden
  • [der Herzog hat sich mit des Königs Tochter] ingelassen und si der hilich gededingt
    1541 JülichLTA. I 343 Faksimile
I 3 mitwirken
I 4 abhandeln, sich lösen
  • mag er die busse nit han ... so sol man im die hand abslahen ob er nit anders getädingen mag an geuärde
    1385 SchaffhStR. II 8 Faksimile
II klagen, prozessieren
  • ist min reht so guot hier an, tuot mir daz lantreht, alse ez sol, ich geteidinge wol
    1210 GottfrStraßb. 11046
  • dy czwu personen habin sich begabin und vorwillet beyde mittenander ... nymmer mer vorwert czu getatigen noch czu clagyn umbe das gelt
    1426 PosenStB. I 159 Faksimile
  • solt ich getegedingen baz [sollte es mir besser ergehen] dan mine helfaere
    oJ. Lexer I 942 Faksimile
III jemanden vor Gericht laden und ihn verurteilen
  • nicht wan vmb drei sache enmag der herre getaidingen seinem purger; ob er sich vertriwet gegen im oder ob er die purch da er purger ist aswich tůt, oder ob ein purger auf den andern chlaget vmbe purchlehen
    um 1275 DspLehnr. Art. 255 Faksimile
  • daz man di pfenninge bese, ab si also sint, daz man im zu rechte mite muge geteidingen an sinen gesunt, oder waz darumme recht si
    um 1300 FreibergStR. VII § 4 Textarchiv: FreibergStR. VII
IV werten
  • hat der clegir die wunden mit geruffte kamphertig nicht geclayt zo mogen die wundin nicht hoer geteydingin wenne vor eyne blutrunst
    1. Hälfte 15. Jh. Dresden/Wasserschleben,Samml. 137 Faksimile