Heilige

I der allgemein kirchliche Verehrung genießt
II der Heilige (I) als Vermögenssubjekt
  • het och Johannes ... versworn an den heiligen alles sin widemerecht, das er hette an dem vorgenanten huse
    1311 StraßbUB. III 208
  • wir sind aber eigen des gotzhuses Zürich sant Felix und sant Regulen, und ze urkund, das wir der heiligen eigen sind, so gebent wir jerlich der aptissin ... dreißig rotten
    14. Jh. Zug/GrW. I 160 Faksimile
  • daz iederman ... den hailigen schaffen und geben mag durch siner sel hail willen waz er wil
    14. Jh. LeutkirchStR. 61
  • von der glogken ie von dem centner einen helblinch; man sol si aver den haeligen durch got gerner ledich lan
    14. Jh. MünchenStR.(Dirr) 237 Faksimile
  • sprechen sie zum rechten, daz die heiligen zu Grumbach einen hoff haben
    1445 Obergrombach 984 Faksimile
  • haet een menscha hor kynden ner fader ner moder, so mey hij syn gued jaen helligen ende heren eerme lyoden
    1480/81 JurFris. II 68 Faksimile
  • al degene, de wulden meyen yn der Horster landen, de vorwilkoerden den hilligen to Horsten eyn punt wasses to geven
    1492 OstfriesUB. II 352 Faksimile
  • einer, so vnter dem heyligen sitzt
    15. Jh. GrW. III 615 Faksimile
  • nach gericht mogen die vrthelsprecher in ein wirtzhaus ... gehn vnd ein zimlich zerung thon, die soll der heylige aussrichten
    15. Jh. Franken/GrW. III 616 Faksimile
  • die kirchlosung ... bezalen ohn der heiligen schaden
    1518 BadW. 99 Faksimile
  • dass ir ... in euͤrer statt und ampt entweder us gemeinem seckel, dem heiligen oder pflegschaften ... die euch bestimmte angepürnus gegen verzinsung aufnehmen
    1599 WürtLTA.² II 124
  • verordnung über die einkommen der heiligen
    1618 WürtLTA.² III 833
  • die gemeinde daselbst seye de helffte, die andere helffte aber der heilig zu bauen schuldig
    1679 Würzburg/ArchKathKR. 95 (1915) 431
  • SchwäbWB. III 1353 Faksimile
III pl. Reliquien(schrein), besonders zur Eidablegung
III – wohl mißverstanden als Bilder
  • der hilligen gelt [Zunftgeld]
    1515 Nyrop,Saml. II 366 [hierher?]
  • warumb man die heiligen hat sollen in den dinghof tragen, wüßte ich nicht, es were dann, wann sie händel untereinander anfiengen, das doch nicht sein solle, sie in ansehung der bilder der heiligen sich solten zu ruh begeben und ihnen als heiligen ehr erweisen
    1657 Franz,Bauerntum II 146