Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Jaherr

Jaherr

jemand (in untergeordneter Stellung), der zu allen Meinungen und Entscheidungen seiner Oberen "Ja, Herr" sagt
  • [daß man nicht Befreundete, Einfältige und Unvermögende in den Rat und zu den Ämtern wählen soll] so hernach bloße jaherren abgeben und dem, so den meister spielt, alles hinaus drücken helfen müssen
    1670 München/Rosenthal,Gw. II 113
  • juniores in votando sunt, ja-herren 
    1676 Moller,CarpzovRep. 1338
  • 1741 Frisch I 481
  • 1758 Haltaus 990
  • 1775 Adelung II 1418
  • 1781 Scherz-Oberlin 720
  • raths-herren betriegen ..., wenn sie denen regierenden bürgermeistern zu gefallen, nur ja-herren abgeben
    18. Jh. Hönn,Betrugslex. (Müller) 127
  • DWB. IV 2 Sp. 65
  • ElsWB. I 368
  • SchwäbWB. IV 65
  • SchweizId. II 1532