Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Kaperei

Kaperei

im Unterschied zur strafbaren Seeräuberei (Piraterie) völkerrechtlich anerkanntes und geregeltes, im Einzelfall in Kriegszeiten durch Kaperbrief ermächtigtes Beutemachen privater, zur Kaperei besonders ausgerüsteter Schiffe (Gegensatz: Kriegsschiffe) durch Aufbringung (III) feindlicher, unter Umständen auch neutraler Schiffe (zur Etymologie s. Kaper)
Sachhinweis: F. Perels, Das internationale öffentliche Seerecht der Gegenwart (21903) 171-179 (Lit.); H. Wehberg, Das Seekriegsrecht (Handbuch des Völkerrechts, hg. F. Stier-Somlo, Bd. VI 2 b, 1915) 15-48, 175 Anm. 3; K. Strupp/H.-J. Schlochauet, Wörterbuch des Völkerrechts II (1961) 190-192 (Lit.); HRG.1 II (Lfg. 11, 1974) 620-623 (Lit.)
  • 1710 Nehring,Lex. 80
  • Sam. Frid. Willenberg, Dissertatio de eo quod iustum est circa excursiones maritimas, vom recht der caperey. Gedani 1711
    [Buchtitel]
  • 1711 Rädlein 525
  • ohne seiner königlichen majestaͤt [von Schweden] oder dero befehlshabere commissionen ... muß niemand auf die caperey zu fahren sich unterstehen
    1715 Lünig,CJMilit. Anh. 191
  • 1720 Kluge,SeemSpr. 422
  • 1741 Frisch I 164
  • flotten und capereyen sind erlaubte mittel, dem feinde zu schaden: und also muͤssen auch diejenige, welche darauf dienen, nicht anderst als andre feinde angesehen werden
    1750 J.J. Surland, Grunds. des europäischen Seerechts (1750) 117
  • 1769 HambGSamml. VII 265
  • 1776 Krünitz,Enzykl. VII 634
  • nur die von der landesherrschaft mit markbriefen versehene schiffe duͤrfen in kriegszeiten kaperey treiben, oder sie werden als seeraͤuber bestraft
    1785 Fischer,KamPolR. III 74
  • 1785 Fischer,KamPolR. III 110
  • von der kaperey insonderheit
    1794 PreußALR. Übschr. zu I 9 §§ 205-219
  • finden wir [König] uns bewogen, die wegen der kaperey ertheilten vorschriften ... naͤher zu bestimmen
    1798 NCCPruss. X 1758
  • 1808 Campe II 886
  • 1823 StaatsbMag. II 650
  • 1823 StaatsbMag. III 471, 473, 594, 779
-- synonym mit Seeräuberei 
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