kebisch, adj. u. adv.

Nbf. kebs (seit d. 17. Jh. lexikalisch als sekundäre Wortbildung belegt, nach DWB. V 374 eine mißverstandene Form)
neben- beziehungsweise unehelich, unrechtmäßig
  • [Jephtha] was ein kebis kint von kebischir [aL. kebslich] missetat
    vor 1254 R.v.Ems,Weltchr. V. 19410
  • dy sybende gebord heissit eyn kebiz adir verworffene gebort [oder als Subst. Kebsgeburt zu lesen?] und ist, wo eyn elich man mit eyme bosen, gemeynen wybe kinder gewinnet adir eyn jude by einer cristen; die kint sin alliz rechtin vorlegit
    Ende 14. Jh. EisenachRB.(Rondi) 38
  • hebben wy [Kaiser Friedrich III.] ... ghesettet ... in kracht deses briefs, dat sullick heymelich gherichte voert meer myt vroemen verstandighen und veruaren luden besettet und nych doer keviss verachtet oneerlick ghebairen meynedich eder eyghen lude gheholden werde
    1442 Westfalen/Racer V 205
  • 1663 Schottel 1343 Faksimile
  • 1738 Hayme 413 Faksimile
  • 1753 Oberländer 430 Faksimile
  • kebisch, eine kebsfrau, deren kinder ... keineswegs die rechte der ehelichen kinder geniessen
    1762 Wiesand 627 Faksimile
  • 1775 Adelung II 1531 Faksimile
  • 1781 Scherz-Oberlin 769 Faksimile