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Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Kompaß

Kompaß

, m. u. n.

aus der lateinischen Rechtssprache

I Rechtshilfeersuchen, wie Kompaßbrief (I) 
  • wan ein person jar und tag oder lenger in dem bann ist und des bannes nit enachtet, als dan ein richter, der den persone also gebannet hette, dem werntlichen gericht schriben mag ein compass nach herkommen der gewonheit und mag dass werntlich gericht bitten umb hilf, den bennigen mit werntlichem gericht zu bezwingen, als gewonlich ist, und wan dem werntlichen gericht ein compass geschriben were, so sall man das compas besagen ... item in allen briefen uf compas sall man scriben erst an: den personen, von des wegen einer gebannet ist oder der die briefe an gericht brenget, darnach den gerichtspersonen, die zu gericht sitzen, darnach die briefe, die an gericht bracht worden, were die sigelt und geben hatt, und die materiam und den begriffe, als die brief inhabent und besagent, darnach sall man ruren das compas nach heischunge, als die hernach usswisent
    15. Jh. MainzGFormel 91
  • 1521 WindsheimRef. 45
  • literae mutui passus, compaß, seindt die schrifften, dardurch ein richter den andern ersucht, die personen, so vnder desselbigen gerichtszwang gesessen, wie die von den partheien genent vnd angezeygt werden, der warheyt zu stewer zuuerhoͤren vnd derselbigen sage eygentlich beschreiben vnd verschlossen jhme zů zuschicken
    1562 Gobler,GerProz. 6v
  • 1567 KrefeldUB. IV 118
  • 1579 WittgensteinLR. 90
  • 1621 SchwäbWB. IV 598
  • oJ. FrankfRef. 1578 fol. 53v
II
"Bekanntgabe der Verhängung des Bannes durch den geistlichen Richter" Lasch-Borchling II 621

unter Ausschluss der Schreibform(en):