Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Kummerschaft

Kummerschaft

, f.

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wohl aus Kaufmannschaft entstellt, wobei d. -r- von frz. commerce herrühren kann

I Handel, Kaufmannschaft (IV) 
  • wollen wir, das alle sontage die leuth ... kein kummerschafft oder kaufmannschaft treiben
    1555 Bauer,WaldeckWB. 155
  • dieweil dann die kaufmannschaft eine freie kummerschafft, wird jederman saltz zu verkaufen zugelaßen
    1593/94 TrierWQ. 115
  • wer sich dieser stadt mit kummerschafft zu gebrauchen pflegt, soll keine betruͤgliche waare einfuͤhren
    1616 Straßburg/Frisch I 555
  • 1616 Straßburg/Haltaus 1141
  • 1645 Schnettler,Steuerstr. 57
  • den nehrstand, unter welchem zuvorderst der ackerbaw, hernach alle kaufmanschaft, gewerb, kummerschaft und handwerke begriffen
    1665 DWB. V 2609
  • 1713 TrierLR./Nahmer II 630
  • viel weniger sollen sie [die juden] mit dieben und verdächtigen personen einige gemeinschaft haben oder kummerschaft treiben
    1723 TrierWQ. 630
  • kummerschaft. handel und wandel
    1762 Wiesand 656
  • 18. Jh. RhW. II 2 S. 114
II Kaufmannsgut (I), Kaufmannschaft (I), Kaufmannsware (I), Handelware 
  • 1407 Schannat,Worm. II 220
  • syne kommerschaft, so er [Marktbesucher] uff den marttagen zu H. gegulden u. geburget hat, bezalt
    1534 WiesbadenStArch. hschr.
  • 1552 NrhAnn. 25 (1873) 112
  • were sache, daz die egenanten wilthufer ... zu Triere myt yrer kaumeschaff quemen, dy mogen sy zolfry verkeuffen vnd keuffen
    oJ. Untermosel/GrW. II 306
  • oJ. Stallaert II 90
unter Ausschluss der Schreibform(en):