Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Lach(en)stein

Lach(en)stein

, m.

Stein als Grenzzeichen, insb. im Bergbau
zu Lache
  • weme eyn erbehafftyger stolle von dem obersten lyher gelegen ist, der zal von rechte eyn lochsteyn seczen an dy stad und an syn zcyl, dahen ym syn erbe beriten ist
    Mitte 14. Jh. FreibergUB. II 287
  • noch kuntschaft der bederben lute, ... dy den lochsteyn wyssen
    Mitte 14. Jh. FreibergUB. II 290
  • 1410 FreibergUB. II 73
  • entscheiden wir ..., das die lochensteine, so jetzt dastont, sú standen in wasser oder uff lande, gewore lochensteine sint und sin sollent
    1469 SchlettstStR. 145
  • 1499/1500 QÄWGMD. IV 115
  • 1521 Lori,BairBergr. 167
  • 1539 Augsburg/Bergwb. 255
  • 1548 Lori,BairBergr. 248 u. 253
  • der erbstollen ... soll allweg nach achtzehen lachtern mit einem mar oder lochstain verlochstaint werdenn
    1553 Zivier,SchlesBgw. 24
  • mann pflegt aber heut bey tag pfaͤl von ahornen oder eichen oder dannen, mitt eisenen ringen oben verwart, dz sie nicht gstümplet werden, an die lochstein [zu] schlahen, das sie dest kaͤndtlicher seyendt
    1557 Agricola p. 64
  • 1564 Mathesius,Sarepta 200v
  • 1593 SammlVerordnHannov. III 49
  • 1616 HessSamml. I 550
  • 1635 OYStR. III 12 S. 57
  • 1658 GeraStR. 171
  • marckstein in den bergwercken, die man eigentlich lochstein und schnurstein heisset
    1670 J. Oetinger, Tractatus de jure et controversiis limitum ... (Augsburg 1670) 327
  • 1673 Span,Bergurthel 91
  • 1686 Clauss u.Kube,FreierBerg 109
  • sodann aber die funff loch steine und werk stücke von denen herrn geschwornen gesetzet, auch darunter die gewöhnlichen merkzeichen an ziegelstein, kohl und glas eingefället
    1708 Clauss u.Kube,FreierBerg 160 Anm. 109
  • 1741 Frisch II 217
  • 1750 Clauss u.Kube,FreierBerg 109
  • 1760 Hellfeld III 2103
  • 1769 PreußBergO. 972
  • 1794 PreußALR. II 16 § 184
unter Ausschluss der Schreibform(en):
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