Land(es)huldigung, f.

I das von den Landesuntertanen dem Landesherrn (I) zu leistende Treuegelöbnis
II der von der Landesobrigkeit den Landesuntertanen gewährte Schutz, insb. nach Straftaten durch die Wiederaufnahme des Täters in die Landhuld
  • soll kein brief ausgeen, so antrifft gleith landshuldigung bestettegung ..., wir aus bevelh der ku. mt. oder in unsern abwesen sein mt. selbs hab dan das angeschaffen
    1494 ÄltesteOrdnReichskanzlei 5
  • 1496 ZFerd.¹ 5 (1829) 156 Faksimile
  • 1515 UrkSchwäbBund. II 105 Faksimile
  • 1525 AmbergKzlO. 54 Faksimile
  • 1526 Haltaus 1167 Faksimile
  • nach solchem ihm die landshuldigung uf sein ferner ansuchen umb die kanzleigebühr zugestellt werden soll
    1587 FrkBl. 1 (1948/49) 8
  • wir ... denen landgerichtsherrn ... verbieten, malefitzische thäter ... der cörperlichen straff ... zu erlassen und dafür gelt ... anzunemen, außgenommen ... casualltodschlegsvahl, in denen ... sich der thäter mit ... dem landgericht vor oder nach der landshuldigung ... vertragen müge
    1599 NÖLREntw. II 15 § 7
  • 1603 Leiser,Strafgerichtsb. 196
  • wenn einer ein todtschlegt, so muß derselbig landshuldigung von den graffen erlangen
    1663 Meichsner,Dec. II 1 S. 498
  • ob nicht die sach deß orts guͤtlich vertragen, der W. sich cum dicto comite als zentherrn allein vmb den zentfreffel verglichen vnd dargegen von seinen gnaden landshuldigung empfangen
    1663 Meichsner,Dec. IV 386
  • 1766 Fürth/Cramer,Neb. 56 S. 120