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Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): 2Lauer

2Lauer

, m.

seit d. Spätmhd. belegt (vgl. SchweizId. III 1376)
zu lauern

I Müßiggänger, heimtückischer Kerl, Spitzbube (verbreitete, auch strafbare Schelte, vielfach Spottname der Bauern)
  • Ende 15. Jh. NeithartFuchs 213
  • 1517 Teuerdank 24 V. 4
  • den eid nicht halten wie ein laur und dieb
    1527 Ulm/Schmid,SchwäbWB. 345
  • 1545 SchweizId. III 1376
  • 1. Hälfte 16. Jh. G. Ohling, Züge ostfries. Volkslebens ..., in: Heimatkunde u. Heimatgeschichte, Beil. zu Nr. 22 d. Ostfries. Nachrichten, Jg. 1935, Nr. 1 S. 3
  • 1572 EidgAbsch. IV 2, 2 S. 1005
  • welcher den andern hayßt lüegner oder schilt ihn ainen lauren ..., der würdt umb fünf schilling pfenning gestrafft
    um 1572 SchrBodensee 21 (1892) 134
  • 16. Jh. Kramer,BaBüUfrk. 200
  • 1632 Kilian s.v. loer.
II hierher wohl auch der bergm. Ausdruck den lauer stechen, eig. "den Zauderer, Späher herauskehren," dann "mit der Abgabe des Beitrags zu den Betriebskosten im Rückstand sein"
  • 1701 Freiberg/Herttwig,Bergb. (Dresden u. Leipzig 1710) 260
  • oJ. DWB. VI 302f.
unter Ausschluss der Schreibform(en):