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Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): lediglich

lediglich

, adj., adv.


I gänzlich, völlig, ohne Beschränkung, häufig in verstärkenden Paarformeln verbunden mit eigentlich, frei, freilich, gar, gänzlich, lauterlich, leer, los, mutwilliglich, schlechtiglich, unversprochenlich 
  • durc derselben brůder bette willen habe ich in derselben wisen eigenschaft durc miner selen willen ledicliche gegeben
    1267 WirtUB. VI 309
  • aber nah ir tode so sol ez ledekliche an daz closter vallen
    um 1270 UlmUB. I 133
  • 1280 WirtUB. VIII 220
  • 1281 UlmUB. I 165
  • 1288 Böhmer-Ficker 361
  • das vorgenante gůt ufgeben lideclich unde lere
    1289 BaselUB. II 364
  • 1290 WirtUB. IX 359
  • so mach ... dat benomede goddeshus to Goslar mit disseme gvͦde ledichlike dvͦn, swat ime lef is vnde trvtte
    1290 ZHarz 5 (1872) 479
  • 1297 BrixenUrk. I 36
  • sol ...ir gůt lidig sin unde sun êz die muͥlner enkuͥmberren lideklich, swa êz von ir wêgen haft ist
    1297 ZürichUB. VII 9
  • han gegeben freilichen und lediglichen durch ir sel willen ... mein freis eigen ... die ... hub ... auf unser frauen alter
    1299 hschr./DRWArch.
  • 1299 MWirzib. II 224
  • sol in [weingarten] der pergmaister ziechen in sein gwalt lediglich 
    um 1300 WienStRb. Art. 128
  • Anf. 14. Jh. Luzern (Kt.)/GrW. I 162
  • 1303 ZürichUB. VII 333
  • 1305 BrixenUrk. I 109
  • dass sy deste lideklicher, sicherlicher die güeter mugen besitzen
    1306 SchweizId. III 1094
  • 1311 Indersdorf I 52
  • darumbe hand ich ... mit allen ... erben deuselb aygenschaft louterleich vnd ledichleich oufgegeben demselben chloͤster
    1320 OÖUB. V 270
  • 1326 OÖUB. I 195
  • 1335 Schwind-Dopsch 170
  • 1336 MWirzib. IV p. 7
  • 1338 SchlettstStR. 30
  • um 1350 DiessenhofenStR. 11
  • 1362 MansfeldKlUB. 40
  • 1368 Pez,Cod. III 53
  • han ich ... den vorgenemten C.S., H. und J. ... und iren erben dü manschaft und dü lehenschaft des selben hofs ledklich und och frilich ufgeben ze iren handen
    1368 SGallenUB. IV 86
  • 1404 Pupikofer I Urk. 117
  • 1474 PössneckSchSpr. I 32
  • 1493 SchrBodensee 18 (1889) Anh. I 36
  • 15. Jh. Steiermark/ÖW. VI 303
  • [d.] lehenstuͤckh ... nach der belehneten ... absterben ohn ehelich maͤnnlich leibserben dem landsfuͤrsten und lehenßherren lediglich heimbfallen
    1528 NÖLREntw. V 96
  • 1538 Tirol/ÖW. III 57
  • 1585 ZRG.2 Germ. 34 (1913) 439
  • 17. Jh. Salzburg/ÖW. I 3
  • 1762 Wiesand 677
II zur näheren Eingrenzung der Gewähr (III 2 c): frei, ungebunden, nicht abgeleitet
  • svelk man sin gut gift unde dat weder to lene untveit, dem herren hilpt de gave nicht, he ne behalde dat gut in sinen ledichliken geweren jar unde dach
    1224/35 (Hs. 1369) SspLR. I 34 § 2
  • 2 hove landes ... vpgelaten ... in vnse ledichliken were
    1393 Wolfenbüttel/DRWArch.
III
unverheiratet, außerhalb der Ehe
  • hat ein man eine frovwe ze ledeclichen dingen, vnde hat kint bi ir ... vnde nimet er si dar nach ze rehter é ... div sint ellvͥ sampt rehte é kint
    um 1275 Schwsp.(L.) LR. Art. 377
  • ist daz sich ein man zuo einem weib ledichleichen laet und gewint er chint dâ pei
    vor 1328 Ruprecht(Claußen) 176
  • ein kint mag sein vetterliche erbe vorwerken mit vertzen dingen. das erste [ist, wenn] ein soen by sines vatter wibe ... mit wissende lidt, die des soens stiffmutter ist, die sin vatter lediglichen edder eliglichen gehat hat edder noch hette, dor mit hat he vorwerket alle das erbe
    16. Jh. Schwsp. Var./WSB. 76 (1874) 287
unter Ausschluss der Schreibform(en):
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