Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Leib(s)henne

Leib(s)henne

, f.

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im südwestdeutsch-schweizerischen Raum jährliche Abgabe zur Anerkennung der Leibeigenschaft 
  • [auf d. Beschwerde,] das abt E. ... von inen leybhennen hette genomen, das doch vormals nit were beschehen, haben wir gesprochen, ob ware, das vor abt E. ... zyten die armen leyt ... kain leybhennen hetten geben, da es füro auch nit solte beschehen
    1495 WürtLändlRQ. I 259
  • [Abgabe einer Henne,] so sie vaßnacht- oder liphennen nennen
    1522 AltwürtLagerb. II 24
  • [d. Bewohner mancher Landstädte] geben kein hauptrecht noch leibhenne ... diewyl sie ain mauern haben
    1523/11 ZWürtLG. 11 (1952) 177
  • sich ain yedes derselben lybaigen menschen ... eelich wol verhyraten megen, doch das dieselben aigenleut nichtz destweniger ... jarlichs mit richtung der lyphennen plyben
    1526 ZSchwabNeuburg 10 (1883) 240
  • yede manns vnnd frowenperson dem fuͤrstenthumb W. mit lyb verwandt vnnd im ampt B. gesessen, gibt jars ... zu bewysung der lybaigenschafft ain lyphenna ...
    1528 Reyscher,Stat. 128
  • 1589 SGallenAbteiRQ. II 1 S. 319
  • obwol die leibaigene leut im fürstentumb, wan sie in ain statt ziehen und dardurch in libertatem kommen, so werden sie doch von den forstmeistern hün und wider der leibhennen halben angefochten ..., welches dem herkommen zuewider
    1595 WürtLTA.2 I 286
  • 1599 MittHohenzollern 16 (1882/83) 65f.
  • wann sich ainer oder aine verheyrot auß der herrschaft ..., so hat es müssen geben ... ain leiphennen zu ainer gedechtnuß järlichen, yetzund ... muß geben yederman, ... die in der herrschaft sitzen, die steurbar, dienstbar und vogtbar alltag sind, eytlichs ain hennen, sollichs vor alter her nit gewessen, das beschwärent wir uns
    16. Jh. WürtLändlRQ. I 277
  • um 1600 WürtLändlRQ. I 794
  • seindt diejenige leibeigene personen ..., so in den staͤtten ... wohnhafft, so lang sie zwischen den mauern verbleiben, alle jahr der leibhennen erlaßen
    1628 Reyscher,Stat. 202
  • leibaigene leuth von manns vnnd frawen personen ..., daruon geheren die leibschilling vnnd leibhennen der herrschafft allein zu ...
    1628 Reyscher,Stat. 272
  • werden von denen jenigen eheleuthen, da beede ... der pfleg R. leibeigen, der leibhenne nur einfach vnd nit von beeden eingezogen
    1672 Reyscher,Stat. 202
  • der gerichtsherr hat ... die schuz- oder leib-henne von jedem rauch
    1768 Fäsi I 364
  • eine leibhenne geben muͤssen ... ein ganz unstreitiges kennzeichen der leibeigenschaft ist
    1785 Fischer,KamPolR. I 735
  • 1815 WirtRealIndex III 94
  • 1817 Conze,QBauernbefr. 94
  • 1824 SammlBadStBl. III 432
unter Ausschluss der Schreibform(en):