Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Leidlichkeit

Leidlichkeit

, f.

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nur nd. u. nl. belegt.

I Kränkung durch Wort und Tat, auch: Blutschande
  • wie die sine hant doet an scepenen in euelen wille ... hie wort ints grauen ghenaden van liue & van goede ende die hem seit lelijchede buten banke hie es in buten [lies: boeten] van x lb.
    1281 CorpMnlTekst. I 563
  • 1282 CorpMnlTekst. I 669
  • 1297 CoutGand I 433
  • se handelden ene schentliken mit smadenisse vnde mit leitlicheiden 
    1473 Schiller-Lübben II 673
  • 1660 NlWB. VIII 1 Sp. 1257
  • oJ. MnlWB. IV 257f. [weitere Belege]
II Zustand und Eigenschaft der Schande, Schandbarkeit
III zugefügte körperliche Verunstaltung
  • alle smarte, die int aensicht off in handen is, dat ombedecte smarte hiet, die sal risen achtschat, so verre alst gecante wonden sijn, want dair hout men off litteyken ende lelicheit 
    1445 Brielle(Jager) 176