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Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Liebung

Liebung

, f.


I Geld- oder Sachleistung über die vertragsgemäße Leistung hinaus, Draufgabe, Trinkgeld uä.
  • mag man dem schmiduolck zu einer liebung wol lassen veld zu rueben vnd zu kraut
    1387 Lori,BairBergr. 70
  • 1432 Sander,Nürnb. 363
  • [der Vogthafer sei kein Recht gewesen, sondern] ein schenkhaber und liebunge 
    1456 ZBayrLG. 23 (1960) 233
  • 1460 NürnbChr. IV 399
  • 1461 Tucher,NürnbBaumeisterb. 244 u. 277
  • ein erung und ein liebung 
    vor 1491 NÖsterr./ÖW. VIII 1054
  • dem hausknecht ... sol ... über zway viertel wein zu erung oder liebung nit gegeben werden
    15. Jh. NürnbPolO. 81
  • welcher fleischhacker ... uber solichen gesatzten werd einich ubermass, schennck, erung, liebung, miet oder gabe ... vorderte ..., der sol ... gemeiner stat zu puss verfallen sein
    15. Jh. NürnbPolO. 227
  • sein gnaden ... vergunt ihm ..., den hof ainen andern zu vergunen, der selb ihm ain liebung tet mit ainer summe gelts
    1519 Indersdorf II 265
  • die schichtmeister ... sollen one des berckmeisters willen vf zechen oder in huͤtten kein liebung geben
    1521 Lori,BairBergr. 171
  • 1568 Moser,KreisAbsch. I 523
  • 1583 Merz,OPfalzBergw. 213
  • 1694 Lori,BairBergr. 547
II gewöhnliches Entgelt für eine Leistung
III wie Liebnisgeld (I) 
IV wie Liebgeld (II), Geschenk an die Ehefrau
V wie Liebgeld (II), Geschenk an die Ehefrau
  • han ich ir [meiner ... hausfrauen] zu rechter widerlegung auch geben ... xxxii fl. rhn., und mer zu liebung x fl. rhn.
    15. Jh. Hradil,Unt. 100
VI Zustimmung, Liebnis (VII) 
  • der libunge, kore adir heischunge [einer Wahl], was dy rechtes hat, das setzt man czu ... dem babeste, wenne sy eyne geistlich sache ist
    1395 CDPruss. V 97
VII Handwerksordnung
VIII Stundung, Nachlaß
  • wer oͧch, das su ... klagtin gebresten an dem goͧte von hagel, von ungewecsde ald von urlige und an uͥns ein libunge des zinses vordrotin, da inne sulen wir toͧn des landes rect, als ander luͥte ir zinser toͧnt, deͥ in demselben schaden liggent
    1309 ZürichUB. VIII 271
IX freundl. Gesinnung, Gefälligkeit
  • ob sie furan wollten den weg zu ainer rechtigkait haben v. nicht von liebung wegen, so hat er ... vollen gewalt, den weg wider auff ze vachen zu seinen grunt v. podem
    1463 Indersdorf I 367
unter Ausschluss der Schreibform(en):