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Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): mähen

mähen

, Verb u. substantivierter Infinitiv

wie neuhochdeutsch, Gegenstand rechtlicher Bestimmungen insbesondere im Zusammenhang mit Frondienst und Ernteterminen
  • geneatriht is mistlic be ðam ðe on lande stænt: on sumon he sceal landgafol syllan ... ripan ⁊ mawan [Geneatpflicht ist verschieden, je nachdem es auf dem Landgute (hofrechtlich) gilt: auf einigen (Gütern) muß er Grundzins zahlen ... Ernte schneiden und (Heu) mähen] 
    um 1025 Liebermann,AgsG. 445
  • 1371 WerdenStR. 51
  • vor sant Jacobs tag sol auf der gemain niemant meen 
    1412 NÖsterr./ÖW. VII 382
  • 1429 SaanenLschStat. 40
  • dat gras op den benden steyt, vur sint Johains messe ist varen have ind des anderen dages dar nae ist erve, as verre alst darop nach is gemeyt off ungemeyt
    1. Hälfte 15. Jh. Loersch,AachRdm. 101
  • alle gemeydt zenss off peicht volgen der varender haven
    1. Hälfte 15. Jh. Loersch,AachRdm. 114
  • 1451 Mergentheim 182
  • um 1480 MeppenUB. 316
  • 1492 OstfriesUB. II 352
  • es soll auch kainer sein mad nit mähen, ezen, noch weiden vor der pergsthailung
    2. Hälfte 15. Jh. SchlernSchr. 52 S. 51
  • 15. Jh. Hausmann,HofgElberf. 17
  • wer dar graß meygeth op der ghemeyne, de schall ghewen vi ß, he mochtet so groff mackenn, dat dar nicht by blewe
    1501 ZHarz 22 (1889) 297
  • 1524 NÖsterr./ÖW. XI 428
  • we holt houwet, graß meyet, edder vischet in eines andern mannes water an wilder wage, syne broͤcke ys eine marck landes, den schaden gilt he vp ein recht
    1537 SammlLivlLR. I 187
  • 1571 Westphalen,Mon. III 605
  • kainer auf der gmain nicht menn soll dann was er mit der sichl begreifen mag
    16. Jh. NÖsterr./ÖW. VII 697
  • ist das halb dorf ... schuldig im mayerhof ein tag zu mehen und daß ander halb dorf zu heuen
    1613 JbLiechtenstein 6 (1906) 33
  • es ist menniglich das mehen nach Bartholomei vff den herbstwiesen und nach Michaelis auf den gromatwisen bey straf eines güldens verbotten
    1620 ZKulturg. 8 (1901) 177
  • ist die gemeind ... unserer gnädigen herrschaft schuldig, in der herren wiesen ein und achtzig matten graß dürr zu machen, aber nicht schuldig zu mähen 
    1642 SchriesheimW. 125
  • ist ein jeder leibeigener schuldig, järlichs 4 albus leibbedt, dabeneben hauer zu sähen, zu nähen, auch schären, it. holtz zu führen, besserung ausszuführen, it. sommer zeit gras zu mähen, hew zu machen vndt zuführen; hingegen ist man ihnen den kosten schuldig, nemblich des morgens ... 1 viertl brodt vnd ein stückh kess; zu mittag suppen vndt gemüss; wan sie heimbgehen, wiederumb brodt vndt kess. auch seindt die leibeigene schuldig zu iagen
    1647 Hunsrück/GrW. II 238
  • wann gnädigste herrschaft im garten daß heu machen läst, muß solcheß graß in frohn gemäht und dürr gemacht werden
    1698 KirchheimW. 223
  • 1753 KircheGrafschMark I 316
  • 1759 HalberstProvR. 252
  • [Rsprw.:] wer saͤet der maͤhet 
    1792 Eisenhart 226
  • 1795 KirchheimW. 122
unter Ausschluss der Schreibform(en):
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