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Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Mahder

Mahder

, m., Mähder, m.

zu althochdeutsch mâdâri (Brandsch,BezBauernAhd. 39f.)

I wer eine Wiese oder ein Getreidefeld im Frondienst und/oder gegen Entgelt mäht
  • 1284 MnlWB. IV 946
  • 2. Hälfte 13. Jh. WirtUB. IV Anh. 29
  • mader 1/2 und 1 vogthun
    1434 OÖUrb. II 281
  • J.W. 1 mäder oder 6 den.
    1451 OÖUrb. III 263
  • una servitus in vere, una in autumno splendente sole. daer nympt he to eynen tuner unde enen meder, quod ex gratia permittitur
    Ende 15. Jh. CTradWestf. III 151
  • ainem mader von ainem tagwerch zu mäen vierzehen pfenning
    1553 BairLO./QNPrivatR. II 1 S. 289
  • 1595 KirchheimW. 217
  • 1622 HessSamml. I 636
  • 1626 BernStR. VII 1 S. 258
  • die mäder haben ständig achtzehen batzen und jeder mäder ein achtmaß wein und vor einen pfennig brot
    1642 SchriesheimW. 261
  • daß die bauren oder andere, so in dieses dorffs-flur ihre wiesen und felder haben keine fremden maͤhder darauf bringen doͤrffen, sondern sich obgedachter maͤhder bedienen, und gemeiniglich vor den acker sieben oder acht groschen zu hauen geben muͤssen. und diese maͤhder insgesammt machen die maͤhderey aus, und darff derjenige, so nicht mit unter der maͤhderey ist, auch keinm andern, und wenn es gleich sein leiblicher bruder waͤre, hauen. dergleichen maͤhderey hat ihren vormaͤhder
    1731 Zincke,ÖkonLex. 1471
  • ist der mähter ihre gerechtigkeit, wie hernach folget ...
    1747 MittPfalz 4 (1874) 14
II zunftmäßig organisierte Mäherinnung, die seit dem 16. Jh. bestand, vgl. PfälzWB. IV 1118 (ebd. Kompositen des 18. Jh.s)
  • es ist bey dem gantzen mähter abgeredet worden, dass ein jedes jahr und allemahl, sollen die namen der mähter incorporirt und aufgeschriben, und denen mähtern vorgelesen werden
    1747 MittPfalz 4 (1874) 15
unter Ausschluss der Schreibform(en):
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