Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Manndienst

Manndienst

, m. u. n.

I die aus einem Lehnsverhältnis sich ergebende Pflicht zur Heer-, Hof- u. Gerichtsfolge, zu Diensten und Abgaben aus dem Lehnsgut, 1Lehndienst 
  • 1300 Steffen,Rügen 76 [urk.?]
  • darvore sette wi eme ... de stad tů O. vnde dat land, dat dartu hort, mid al siner schede, mid mandeneste 
    1321 MecklUB. VI 605
  • late wy [Fürst] D.v.G. ... dat rychte, ... dat dar heed an hand vnde an hals, vnde dat mandenest, dat men myd eneme oͮrse plecht tů denende
    1354 MecklUB. XIII 413
  • 1406 CDBrandenb. I 24 S. 121
  • frig mandenst mit harnsch vnd perden ... to behoff vnde noͤden vnser lande
    1440 StaatsbMag. VIII 664
  • scholen de radt, borger un inwaner thum Kyl uns ... nenen manndenst effte volghinge buten landes don up dat se unse stad desto vlitiger bewaren, sunder wat de mene manschop des landes deit
    1461 Westphalen,Mon. IV 64 Anm.
  • 1462 Westphalen,Mon. II 442
  • 1621 Westphalen,Mon. IV 70 Anm.
  • behaͤlt sich der herr hertzog vor: die schuldige roß- und mann-dienste, steuer und folge
    1624? Cramer,Neb. 104 S. 502
  • 1775 Moser,Beitr. 275
II die von einem Mann geschuldete körperliche Arbeit, Frondienst 
unter Ausschluss der Schreibform(en):