Marktgerechtigkeit, f.

I wie Marktrecht (I); die Marktgerechtigkeit rügen "das Marktrecht (I) bekanntgeben"
II das Recht einer Person, auf einem Markt (I) Handel zu treiben
  • ob aber nun bei solchem handel etzliche handwerker ... solcher marktgerechtigkeit ausgeschlossen seyn sollen
    1652 MittGotha 1902 S. 77
III Bürgerrecht eines Marktorts
  • wenn sich ainer oder aine, es [sei] mit keuf oder heirat, in markt setzt, ist dem richter umb marxsgerechtigkait zu geben schuldig 32 ₰
    um 1520 OÖsterr./ÖW. XIV 202
  • dem [Vorkäufer] solle alle sein bürgerliche marksgerechtigkait zu austrag der sachen gespert sein
    1559 OÖsterr./ÖW. XIII 267
IV wie Marktgeld (I)
  • ist beschlossen worden, dasz der markrichter einem e.e. ehrsamen rath und nicht der büttel einsagen, item die markgerechtigkeit in wochen und jarmarkten einnehmen solle ... soll der markrichter auch vor der rathstueben aufwarten, wann mit den glökl geleitet wird, vor einem ehrsamen rath tretten, und die partheien auf dessen geheis furlassen
    1610 MHungJurHist. IV 2 S. 259 Faksimile