Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Maulschlag

Maulschlag

, m.

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nur bayr. u. österr., häufig im 13. u. 14. Jh.
Schlag auf den Mund oder in das Gesicht, der als trockener Schlag strafrechtlich geringer geahndet wird als eine blutende Verletzung
  • pro lesione que mulslac dicitur, talentum augustensium et sexaginta denarii persolvantur; et actori unum talentum
    1239 Schwind-Dopsch 81
  • vmb mawelslah sol man die hant abslahen
    1293 MWittelsb. II 14
  • swen ich an dem taidinge sitze, swaz da gervget wirt, vmb plvt rvnse, vmb mavlslege, vmb chnvttelslege
    1299 SeitenstettenUB. 125
  • 1304 LandauIsarStR. 228
  • ob aber iemen einen wirt, der nicht der teweristen oder der reichisten ainer ist, slecht einen mawlslach, der geb dem richter fumf phunt, dem geslagen fumf phunt
    1305 KremsSteinRQ. 12
  • vmb halsleg, moulsleg vnd vmb svͤmleich wunden, die an plut sint ist der puzz zwaintzich schilling
    1321 VerhNdBayern 21 (1880) 16
  • um 1330 BrünnRQ. 360
  • 1397 OÖUB. II 543
  • 14. Jh. Prag(Rößler) 124
  • ob aber er, der den maulslak enphangen hat, pluetruns erscheint, und diser, der in geslagen hat, bewaert, daz er in nuͤr mit der hant geslagen hat, da sol nicht anders von gericht werden, denn umb einen ainvaltigen maulslag 
    14. Jh. (lat. Orig. von 1244) BabbÖstUB. BabbÖstUB. II 290
  • item, ein maulslag mit den vingern 5 tal.
    1414 NÖsterr./ÖW. XI 193
  • von maulslegen, hat er dann den daum in der hant und schlecht ainn, so ist er verfallen dem richter 1 tal. ₰ und slecht er aber ainn mit der flachen hant, so ist er verfallen 5 tal. ₰
    2. Hälfte 15. Jh. NÖsterr./ÖW. VII 22
  • 1502 QFürstentBayreuth I 68
  • 16. Jh. Steiermark/ÖW. VI 40
  • von einem maulschlag so auß einem zorn und gäch geschicht ... 72 ₰
    17./18. Jh. Steiermark/ÖW. VI 95
unter Ausschluss der Schreibform(en):