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Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Meißelwunde

Meißelwunde

, f.

Wunde, die gemeißelt werden muß; im Straffall entscheidet das Vorliegen einer M. über die Gerichtszuständigkeit und die Höhe der Strafe
  • were es aber ein meißelwonde welicher das getan hette dem solde man dy hant abehauwen
    1407 Arnoldi,Beitr. 70
  • haint sie [Schöffen] gewyst, das die kleyn boesz synt 5 sch. und die messerwonden [aL. PfälzW. I 131: meissellwunden] 11 sch. und 1 hlr.
    1421 Wasserschleben,RQ. 240
  • sluge aber eyner dem andern eyn meysselwunde der sal darumb gebessert werden eynen monat in den thorn vnd sal darzu dem den er also geslagen hat den artzat als vil dan die wunde kost zu heylen abelegen ..., vnd auch den smertzen vnd schaden besseren
    1437 CDRhMos. IV 373
  • 1441 Elsass/GrW. V 342
  • hat eyn meiger zu H. zu richten alle ding ... ane fünfferhande dinge, zu wissen diepstail, noitzucht, nachtbrant, mordt, vnd meisselwonden 
    1458 Saar/GrW. II 22
  • hat der scheffen gewießt, das der vogt hat zu richtenn denn diepp, ein nachtbrenner, ein notzugk, meisselwundenn vnnd ein morder
    1553 PfälzW. II 632
unter Ausschluss der Schreibform(en):