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Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Meste

Meste

, f.

nur md. und in der Wetterau belegt
vgl. 1messen

I ein Hohlmaß, auch als Maß für Abgaben
  • mensura papaveris, que meste vulgariter appellatur
    1267 DOrdHessenUB. I 183
  • welch gast her in furit honik ws vremdin landin, der gibt von der mestin czwene pfenninge
    1327 BreslUB. 113
  • [Zins:] zwo mesten oleygeldes
    1348 WetzlarUB. I 642
  • iii metretas vulgariter mesten siliginis
    1351 Würdtwein,DioecMogunt. II 51
  • 1360 DOrdHessenUB. III 7
  • auch giebet ein ackermann in etzlichen dorfen dem obersten greven jares ein somern habern, und ein einlitzig ander man einen mesten 
    Anf. 15. Jh. Wetterau/GrW. III 458
  • 1420/24 MarburgRQ. I 479
  • 2 mesten salczs
    1467/68 MarburgRQ. II 231
  • seß mesten hafern, die mesten nune pfennige
    1511/12 MarburgRQ. II 440
  • vier Marburger mesten halten ein dasiges moͤth, welches 10 metzen Cassel maaß ausmacht
    1733/1804 HessenKassHB. VI 497
II geeichtes Meßgefäß mit dem Fassungsvermögen einer Meste (I) 
  • ein heimburger sal von eynir mestin nemyn zcu ychin, die he gantz bereidet, 6 hll.
    1420/24 MarburgRQ. I 474
III Landmaß
  • eine meste land heißt ein stuͤck land, worauf eine meste korn zur aussaat erfordert wird
    1804 HessenKassHB. VI 497
unter Ausschluss der Schreibform(en):
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